CeBit 2011 in Hannover: Auf der Welle surfen!
Natalin Grom und Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Börse
vom 3. März 2011, 14:30 Uhr
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Endlich ist sie wieder da: die weltgrößte Computermesse CeBit in Hannover. Auf rund 4.200 Messeständen in sechs riesigen Hallen preisen die Aussteller die neusten Technik-Must-Have's für 2011 an.
Dieses Jahr richtet sich die Messe endlich wieder an den Endverbraucher, nachdem in den Vorjahren eher Fachleute der IT-Branche und professionelle Anwender im Blickfeld standen. Ganz außer Acht lassen will man die kommerziellen Nutzer diesmal aber nicht. Die CeBIT teilt sich in vier große Bereiche auf: CeBIT pro für die IT-Fachbranche, CeBIT gov für staatliche Einrichtungen, CeBIT lab für Wissenschaftler und CeBIT life für den Privatnutzer.
Ein Thema, dass sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche zieht, ist "Cloud Computing". Dabei werden Daten und Rechnerfunktionen vom eigenen Homecomputer oder Firmen-PC zu einem Server im Internet-Netzwerk ausgelagert. Das spart erhebliche Speicherkapazitäten und Arbeitsprozesse werden beschleunigt.
Auch im PC-Geschäft lautet die Devise: "Es geht immer kleiner"
So schrumpfen dann auch die persönlichen Arbeitsgeräte auf ein Minimum zusammen. Statt einem unhandlichen Prozessor-Tower unter dem Schreibtisch, benötigt man dann nur noch ein Tablet-PC oder auch nur ein Smartphone um E-Mails zu beantworten, Fotos zu bearbeiten und Briefe zu schreiben. Die nötigen Speicherkapazitäten für Betriebssysteme und komplexer Software erhält man über das Netz. Praktisch. Das sieht auch der Branchenverband Bitcom so und schätzt eine vierfache Umsatzerhöhung bis 2015. Ein gigantischer Markt. Nach Studien gehen derzeit fast 2 Mio. User zwischen 14 und 64 Jahren mit ihrem Smartphone und Apps täglich online. Das sind bereits 23%. Und von dem ersten erfolgreichen Tablet-PC aus dem Hause Apple, dem iPad, sind bereits schon 15 Mio. über die Ladentheke gegangen. Profiteure dieses neuen Trends sind natürlich Apple und Software-Hersteller wie Microsoft.
Der Umsatz von Microsoft lag 2010 bereits bei einem Rekordergebnis von 62,48 Mrd. US-Dollar, Apple verbuchte 65,23 Mrd. US-Dollar, Intel 63,62 Mrd. und US-Riese IBM erzielte 99,87 Mrd. US-Dollar Umsatz. Auf dem heimischen Boden brachte es 2010 Siemens auf 75,98 Mrd. Euro und das "kleine" Unternehmen United Internet immer noch auf 1,66 Mrd. Euro. Und 2011 sollen diese Umsätze noch nach Konzernaussagen getoppt werden. Sicher ist heute schon, die Branche boomt. Aktien der Unternehmen sollten auch in Zukunft wahre Gewinnbringer sein.
Ein Blick in die hintere Börsenreihe sollte sich auszahlen
Hier sollte sich vor allem auch ein Blick in die hinteren Börsenreihen lohnen. So wurde beispielsweise im Rahmen der laufenden CeBit der Telekommunikationsanbieter QSC unter 115 Cloud-Projekten mit einem Innovationspreis durch das Bundeswirtschaftsministerium ausgezeichnet. Das QSC-Konsortium wird in den nächsten drei Jahren mit finanzieller Unterstützung in Millionenhöhe des BMWi eine SensorCloud" entwickeln. Die "SensorCloud" bietet völlig neue Möglichkeiten der Erfassung, Speicherung und Weiterverarbeitung von Messdaten aus unterschiedlichsten Branchen und Anwendungsbereichen - von Umwelt über Verkehr, Energie, Produktionsmaschinen bis hin zu Mobilität. Bislang werden diese Daten in isolierten Systemen gespeichert. Eine "SensorCloud" ermöglicht einen unmittelbaren Zugriff sowie eine mehrdimensionale Nutzung dieser Daten. Daraus ergeben sich völlig innovative Vernetzungsmöglichkeiten, Arbeitsabläufe und Wertschöpfungsketten.
Der Kölner Konzern QSC ist gerade dabei, sein Geschäft zunehmend von einem reinen Telekommnunikations-Netbetreiber zu einem ITK-Serviceanbieter zu transformieren. Dies gelang im zurückliegenden Geschäftsjahr wohl schon ausgezeichnet. Infolge der Konzentration auf höhermargige IP-basierte Umsätze konnte das Unternehmen die Finanz- und Ertragskraft deutlich steigern und so ihre im Jahresverlauf 2010 genannten Erwartungen für das Geschäftsjahr vollständig erfüllen.
Der Umsatz stieg 2010 auf 422,1 Mio. Euro nach 420,5 Mio. Euro im Vorjahr. Während die Umsätze mit klassischen Produkten eines Netzbetreibers 2010 um 26,1 Mio. Euro auf 133,2 Mio. Euro sanken, stiegen die Umsätze mit IP-basierten Produkten und Diensten um insgesamt 27,7 Mio. Euro auf 288,9 Mio. Euro. Damit erzielte QSC 2010 bereits 68% der Umsätze in diesen zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern. Der QSC-CEO Dr. Bernd Schlobohm erklärt: "2010 war ein erfolgreiches Jahr für QSC, da wir im Transformationsprozess große Fortschritte gemacht haben. Auch 2011 stehen die Weiterentwicklung zu einem ITK-Serviceanbieter und damit die Konzentration auf margenstärkere IP-basierte Umsätze im Fokus. Mittelfristig erschließen wir uns durch neue Angebote wie Housing und Hosting sowie eine innovative Cloud-Computing-Plattform attraktive Wachstums- und Ertragspotenziale."
Welche Werte neben QSC sonst in der Gunst der Analysten aktuell ganz oben stehen, lesen Sie im nachfolgenden Wer empfiehlt was"-CeBit-Spezial.
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