Cameco: Ausblick enttäuscht Uranbullen
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 16. August 2010, 17:00 Uhr
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Angesichts meines heute wegen des Wetters recht übernächtigten Zustandes möchte ich nur kurz auf die jüngsten Quartalsergebnisse des weltgrößten Uranförderers Cameco eingehen. Der Umsatz sank im zweiten Quartal um 15% auf 546 Mio. CAD. Der Nettogewinn fiel um 72% auf 0,17 CAD je Aktie, um Einmaleffekte bereinigt lag er bei 0,29 CAD bzw. 114 Mio. CAD nach 162 Mio. CAD im vorigen Jahr. Dieser Rückgang war erwartet worden. Die Analystenschätzungen lagen sogar nur bei 0,24 CAD je Aktie.
Gewinn über den Erwartungen
Auch für den Rest des Jahres ist Cameco nicht positiv gestimmt. Nach zuvor 31 - 33 Mio. lb wurde der Ausblick für den Absatz auf nun 30 Mio. lb gesenkt. Die Umsätze sollen sogar um 10 - 15% zurückgehen, nachdem zuvor nur 5 - 10% prognostiziert worden waren.
Als Ursache für den schwachen Ausblick nennt Cameco Verschiebungen der Bestellungen bei den Abnehmern. Seit 200 hätten die Kunden ihre Lager nun bereits gefüllt, sodass sie gut versorgt seien. Zahlreiche Projekte mit neuen Atommeilern würden sich hingegen verspäten oder seien angesichts schwieriger Finanzierungsbedingungen sogar vorerst auf Eis gelegt worden.
Der weiterhin im Vergleich zum Hoch bei rund 140 USD relativ niedrige Spotpreis am Markt ermuntere zudem nicht, neue Kapazitäten aufzubauen. Cameco erzielte zwar insgesamt einen gestiegenen Verkaufspreis von 41,76 USD/lb nach zuvor 38,86 USD/lb. Angesichts der ehemals hohen Erwartungen sei die Entwicklung dennoch nicht wirklich zufrieden stellend.
Explorer werden es bei diesem Ausblick schwer haben
Mit dieser Einschätzung widerspricht Cameco den zuletzt von einigen Adressen geäußerten Erwartungen an einen steigenden Uranpreis oder gar einer zu erwartenden Knappheit des Brennstoffs für die Meiler. Sollte sich diese Einschätzung des Marktführers bewahrheiten, werden gerade junge Projekte von kleinen Firmen in nächster Zeit wieder Finanzierungsschwierigkeiten bekommen. Das heißt aber, dass es längerfristig doch knapp werden wird, denn neues Angebot kommt auf diese Weise nicht in Produktion.
Mit herzlichen Grüßen als Vertretung für Klaus Buhl verabschiedet sich heute
Ihre Daniela Knauer
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