Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Derivate
vom
Hallo liebe Leser,
und ein herzliches Willkommen zu den Calendar Spreads. In den letzten Ausgaben haben wir uns zunächst mit den Grundlagen eines einfachen Calendar Spread, gebildet aus zwei Call- oder Put-Optionen beschäftigt. Ab heute wollen wir damit beginnen uns mit den verschiedenen Möglichkeiten zu befassen, die ein Trader hat, um einen Calendar Spread richtig zu verwalten.
Grundsätzlich bestehen verschiedene Möglichkeiten, je nach Erwartungshaltung und Risikoprofil, um mit einem Calendar Spread richtig umzugehen. Soll heißen: auch in diesem Fall, wie in so vielen Fällen, reicht es oft einfach nicht aus, die Position einzugehen, liegen zu lassen und auf das Beste zu hoffen.
Die gängige Variante um einen Calendar Spread zu managen
Scalping
Eine der häufigsten Varianten um einen Calendar Spread zu verwalten ist mit Sicherheit das Scalping. Sie erinnern sich, wir haben uns bereits einige Monate mit dem Scalping beschäftigt. Lesen Sie zur Auffrischung ruhig noch einmal das Scalping-Kapitel ab Devisen-Monitor-Ausgabe vom 23.09.2009. Vereinfacht gesagt: hierbei geht es darum, die Gesamtposition, durch Verkauf oder Kauf des Underlyings, delta-neutral zu stellen. Im Grunde ist dies eine Strategie, bei der der Trader auf die Schwankungen des Underlyings reagiert. Im Falle des Calendar Spreads, wo unser Trader eigentlich nur geringe Schwankungen erwartet, wird er das Scalping dann einsetzen, wenn seine Gesamtposition droht, in den Verlust abzugleiten. Er wird das Scalping also als Reaktion auf unerwünschte Umstände, oder besser gesagt Umstände, die nicht der zugrunde liegenden Erwartungshaltung entsprechen, einsetzen. Ab der kommenden Ausgabe werden wir uns zunächst mit dem Scalping anhand unseres Praxis-Beispiels beschäftigen.
Die "gemütliche" Variante um einen Calendar Spread zu managen
Rolling
Auch mit dem Rollen eines Spreads haben wir uns während des Mammut-Kapitels zum Long Straddle bereits beschäftigt. Tatsächlich ist auch das Rollen eines Calendar Spreads ein beliebter Vorgang unter professionellen Tradern. Für diese Variante sollte aber eine etwas andere Ausgangsposition gewählt werden: die Long-Option sollte eine deutlich längere Restlaufzeit haben, als dies in unserem Praxis-Beispiel der Fall ist. Auch hiermit werden wir uns noch eingehend beschäftigen.
Die kompliziertere Variante um einen Calendar Spread zu managen
Die Vola traden
Im Grunde versuchen Trader, die einen Calendar Spread eingehen, mit Hilfe von Theta an ihrer Position zu verdienen. Es handelt sich somit um eine income generating strategy. Doch, die Struktur der Terminkurve von Volatilität lädt noch zu einer weiteren Vorgehensweise ein. Nämlich, die Volatilität zu traden. Das Vorgehen ist hierbei, den günstigeren Monat (also die günstigere Option) zu kaufen und die teurere Option mit anderer Laufzeit zu verkaufen. Auch hiermit werden wir uns noch eingehender beschäftigen.
So, liebe Leser, dies soll für heute ausreichen, zur Einführung! In der kommenden Ausgabe am nächsten Freitag, werden wir dann damit beginnen, unseren Calendar Spread, anhand unseres Praxis-Beispiels, mittels Scalping zu managen.
Ich verabschiede mich damit für heute und wünsche Ihnen noch einen sonnigen Tag.
Liebe Grüße und bis nächsten Freitag
Ihre Miriam Kraus
- Kommentar von Ingrid Blum
Liebe Frau Kraus, können Sie das bitte mal auf Deutsch sagen? Ich interessiere mich sehr für Währungen und Ihre Meinung dazu, denke aber nur deutsch. Ich bin sicher, es gibt für jeden englischen Begriff, den Sie verwenden, ein treffendes deutsches Wort. Wenn nicht, schaffen Sie eins. Erklären müssen Sie neue Begriffe sowieso. Vielen Dank! Ingrid Blum
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