Bullen bleiben unbeirrt
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 20. Dezember 2010, 17:00 Uhr
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hoffentlich hatten Sie ein angenehmes Advents-Wochenende, wobei ich aber wette, dass mein Wochenende spannender und ereignisreicher war als das Ihrige. Denn am Wochenende wurde mein kleiner Sohn geboren, der putzmunter ist. Da dies und das Hinfiebern auf das große Ereignis noch viel spannender ist als die Börse und Nebenwerte im speziellen, werde ich mich heute etwas kürzer als gewohnt fassen.
Aber meine heutige, quasi externe Beobachtung der Indizes, hat auch gewisse Vorteile. Denn mit etwas Abstand vom täglichen, eher stündlichen, wenn nicht gar minütlichen Zucken der Kurse, ergibt sich einer ganz andere Perspektive auf das Ringen der Bullen und der Bären. Von diesem Standpunkt aus betrachtet finde ich es schon erstaunlich, dass sich der DAX nach dem heftigen Ringen um die Kompromisse zur Linderung der Euro-Krise und nach der wochenlangen Rallye der meisten Indizes nach wie vor oberhalb von 7.000 Punkten handelt. Immerhin hat eine der renommiertesten Adressen für die Verwaltung von Zinspapieren, die Firma Pimco, vor einem Zusammenbruch der Eurozone gewarnt.
Aufwärtstrend intakt
Auch die Spannungen in Korea werden bislang ignoriert. Wenn sich auch herumgesprochen haben mag, dass politische Börsen kurze Beine haben, habe ich schon schlechtere Gründe für Gewinnmitnahmen gehört. Offenbar gibt es immer noch Investoren, die die Bestände aufstocken, um ihren Kunden am Jahresende höhere Aktienquoten zu suggerieren. Immerhin ist das so genannte Window-Dressing ein jährlich zu beobachtender kursbelebender Faktor, der sich Anfang Januar häufig ins Gegenteil verkehrt. Daher bin ich aktuell mit neuen Positionen eher vorsichtig, obwohl die technische Verfassung der Indizes nach wie vor gut ist.
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