Brent im Aufwärtstrend
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohöl als Geldanlage
vom 22. Februar 2012, 20:45 Uhr
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Nachdem die Nervosität um Griechenland vom Tisch ist (was nicht heißt dass Griechenland nicht wieder auf den Tisch zurückkehren wird), was die Märkte aber wie immer schon voraus genommen hatten, setzen an den Aktienmärkten Gewinnmitnahmen und schließlich auch ein wenig Ernüchterung ein. Nach der deftigen Rallye seit Jahresbeginn eine vernünftige Entscheidung.
Die Konjunkturdaten sind dabei durchwachsen, aber keineswegs katastrophal. In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser zum dritten Mal in den vergangenen 4 Monaten gestiegen und zwar zuletzt im Januar um 4,3% gegenüber Dezember. Mit 4,57 Millionen Häusern wurde allerdings die Erwartungen bei 4,66 Millionen etwas enttäuscht. Dagegen kann der vorläufige chinesische HSBC-Einkaufsmanagerindex für China im Februar von 48,8 Punkten im Vormonat auf 49,7 Punkte steigen - einziger Wermutstropfen, er liegt damit immer noch ganz knapp unter Wachstumsschwelle bei 50 Punkten. Der vorläufige Markit- Einkaufsmanagerindex für die deutsche Privatwirtschaft hält sich weiterhin auch im Februar tapfer über der Wachstumsschwelle, dagegen sank der Index für die Eurozone unter 50 Punkte auf 49,7 Punkte.
Alles in allem hilft die wachsende Liquidität aber die Rohstoffmärkte zu unterstützen...
Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 13.02.-22.02. 2012
Energie
Die Ölpreise konnten in der vergangenen Woche weiter steigen und setzen ihren Aufwärtstrend auch in dieser Woche fort, wobei vor allem Brent massive Unterstützung erhält. Hintergrund ist nach wie vor der anhaltende Iran-Konflikt, beflügelt zuletzt auch durch die Pläne Chinas, Indiens und Japans, die Ölimporte aus Iran um 10% zu reduzieren.
Das Mehr an Liquidität an den Märkten sorgt für den Rest und die Spekulanten haben zuletzt ihre Netto-Long-Positionen in den Ölmärkten ausgeweitet - auch bei WTI.
So ist der Spread zwischen WTI und Brent wieder deutlich angestiegen und beträgt aktuell knapp 17 USD.
Brent zur Lieferung im April notiert aktuell bei 123,10 USD pro Barrel an der ICE.
WTI zur Lieferung im April notiert aktuell bei 106,25 USD pro Barrel an der NYMEX.
Ausblick
Angesichts des anhaltenden Iran-Konflikts dürfte das Umfeld für eine weiterhin deutliche Unterstützung der Ölpreise gegeben sein.
Edelmetalle
Das aktuelle Umfeld erweist sich nach wie vor als hervorragende Ausgangslage für die Edelmetalle und insbesondere den traditionellen Safe Haven Gold.
Gold profitiert dabei in seiner Funktion als Absicherungselement gegenüber Niedrigzinsen und den Erwartungen auf einen wachsenden Vertrauensverlust in Papiergeldwährungen. Auch hier bieten Lockerungs- und Liquiditätsmaßnahmen um die halbe Welt den nötigen unterstützenden Rahmen.
Gold in USD notiert aktuell bei 1.777,23 USD pro Feinunze.
Gold in EUR notiert aktuell bei 1.341,62 EUR pro Feinunze.
Ausblick
Das Umfeld für Gold bleibt hervorragend, mit der zu erwartenden Fortsetzung lockerer Notenbankpolitik in China, Europa und den USA.
Zum zweiten Teil von: China kauft US-Sojabohnen