Bovespa-Index: Da bahnt sich was an
Andreas Wolf in DAX Daily
vom 29. April 2008 08:30 Uhr
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Liebe DaxDaily Leser,
noch nicht einmal vier Monate ist es her, da träumten deutsche Anleger vom Überschreiten des bisherigen Allzeithochs im DAX bei 8.151 Punkten. Die weitere Entwicklung ist bekannt: Anstatt neue Rekordmarken aufzustellen drehte der Index nach Süden ab und hinterließ zerplatzte Illusionen. Das es nun noch ein Weilchen dauern kann, bis es an der deutschen Börse zu neuen Höchstkursen kommen wird, soll nicht bedeuten, dass andere Börsenplätze diesem Beispiel folgen müssen. Unverdrossen arbeitet zum Beispiel der brasilianische Bovespa-Index seit Mitte letzten Jahres daran, sein Allzeithoch vom Dezember vergangenen Jahres endlich ad Acta zu legen. Unterstützung erhält der Index dabei durch seine starke Gewichtung in Rohstoff- und Ölwerten. Die robuste Verfassung dieser Titel könnte sich als Garant für das baldige Gelingen des angestrebten Unterfangens herausstellen.
Sektkorken knallten am 7.12.2007 in Sao Paulo zwar keine als der Bovespa-Index mit 65.638 Punkten ein neues Schlusskurshoch und mit 66.528 Punkten ein neues Verlaufshoch erzielte. Die Mehrzahl von Analysten und Investoren ging jedoch davon aus, dass der Index nun zu einem neuen Höhenflug ansetzen würde. Die Enttäuschung folgte, wie im Januar an fast allen internationalen Börsen, auf dem Fuße. In nur wenigen Wochen kam es zu einem Rücksetzer umm knapp 20 Prozent auf knapp 54.000 Punkte. Anders aber als bei den etablierten Aktienmärkte nutzten die Anleger die Gunst der Stunde und deckten sich rasch mit Aktien ein.
Seither ging es für den Bovespa wieder, in Form eines steigenden Dreiecks, gemächlich nach oben. Diese charttechnische Formation ist bullisch zu werten. Der gestrige Tagesschluß bei 65.678 Punkten bedeutete die Überwindung der bisherigen Hochpunkte und das Auslösen eines neuen Kaufsignals. Kann der Index diesen Ausbruch in den nächsten beiden Tagen bestätigen, kommt es zu einer Rallye mit Kursaufschlägen von 10 Prozent. Ein Scheitern an der 66.000 Punkte-Marke könnte hingegen Verluste bis 60.000 Punkte auslösen.
