BoJ im Kampf gegen die Deflation – JPY fällt

in Devisen-Monitor zum Thema Devisen
vom


Japan befindet sich in einem verbissenen Kampf gegen die Deflation. Wie die japanische Notenbank erklärte, werde man keine negative Inflationsentwicklung tolerieren. Wie erwartet hat die Bank of Japan ihren Leitzinssatz bei 0,1% belassen. Nun wachsen die Erwartungen, dass dies auch noch eine Weile so bleiben wird.


Zwar gab die Notenbank keine weiteren Pläne bekannt. Stattdessen will man zunächst den Effekt des vor 2 Wochen bewilligten 111 Milliarden US-Dollar schweren Kreditprogramms abwarten.

Bislang war der Markt im Konsens davon ausgegangen, dass die Bank of Japan eine 0% -CPI-Entwicklung tolerieren würde. Dies ist offenbar nicht der Fall!

JPY geriet dementsprechend gegenüber allen Hauptwährungen unter Druck - auch gegenüber Euro. EUR/JPY stieg von unter 129 bis auf aktuell 129,91. Interessant wird nun die Marke bei 130. Sollte EUR/JPY den Widerstand bei 130,07 überwinden können, folgen die nächsten Widerstände bei 130,39 und 130,72. Eine erste Unterstützung ergibt sich bei 129,81 und hernach 129,16.

Quelle: CFX-Broker

Euro erhält leichte Unterstützung

Überhaupt hat der vertrauensmäßig angeknackste Euro heute Morgen wieder ein wenig Auftrieb erhalten, nachdem erneut positive Wirtschaftsdaten aus Deutschland vermeldet wurden. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verzeichnete einen Anstieg um 0,8 Punkte auf 94,7 Punkte - das höchste Level seit August 2008. Zuvor wurden die aktuellen Ergebnisse vom Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe gemeldet. Der Index verzeichnete auch im Dezember den 10.Monat in Folge einen Anstieg.

EUR/CHF unter 1,50

EUR/CHF der gestern unter die 1,50 gefallen war (bislang ein Level, welches die Schweizer Nationalbank in der Vergangenheit zur Intervention veranlasst hatte) und den tiefsten Kurs bei 1,4910 erreicht hatte, setzte heute wieder zur Erholung an. Offenbar ohne Intervention von Seiten der SNB, aber aufgrund von Spekulationen auf eine solche. Aktuell notiert EUR/CHF bei 1,4991. Die SNB hatte in der letzten Woche noch deutlich gemacht, dass sie nach wie vor eine Range von 1,50 - 1,53 im EUR/CHF bevorzugt.

Quelle: CFX-Broker

(Testen Sie doch auch einmal kostenlos die CFX-Trader-Handelsplattform. Hier können Sie nach Herzenslust Währungen, CFDs, Aktien und Futures traden - und das ganz ohne Risiko, nämlich mit einem virtuellen Konto. Und natürlich können Sie auch Charts erstellen - wie den obigen. Viel Spaß!)

von
Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

Information zu alt? Chance verpasst? Geld verschenkt?
Der Börsenbrief von Miriam Kraus: "Tiger & Dragon"


Artikel bewerten
Durschnittliche Wertung:
0 Sterne
Wertungen:
0 insgesamt
Artikel weiterempfehlen
Kommentar abgeben

* = Pflichtfeld, bitte unbedingt ausfüllen

Kommentare Kommentar abgeben