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Lucifer: Des Teufels Banker!

Auf der Finanzmesse Invest 2017 in Stuttgart hatte ich die Ehre, erstmalig Bradley Birkenfeld persönlich zu treffen. Wir haben vieles gemeinsam.

Allen Voran unsere berufliche Historie, dass wir beide einst für Offshore-Banken gearbeitet haben, die Kunden aktiv – durch die unterschiedlichsten Konzepte, Modelle und Strukturen von Nummernkonten bis hin zu Stiftungen – geholfen haben, Steuern zu hinterziehen und Schwarzgelder zu veranlagen.

Bradley Birkenfeld war für große Banken in der Schweiz in den USA tätig, allen voran für die UBS.

Ich für weit kleinere Institute bzw. Privatbanken aus Jungholz und dem Kleinwalsertal in Österreich, Vaduz im Fürstentum Liechtenstein und St. Gallen in der Schweiz.

Diese Vergangenheit ist ein wesentlicher Teil meines Berufslebens als Banker, den ich in meiner Vita nicht ausblende. Im Gegenteil, ich habe viel daraus gelernt und längst meine Konsequenzen gezogen.

Heute bin ich sehr stolz darauf, dass ich sehr frühzeitig den damaligen Offshore-Banken den Rücken gekehrt habe und in den Medien- und bankenunabhängigen Beratungsbereich gewechselt bin.

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Bild: Bradley Birkenfeld und Markus Miller auf der Invest 2017 in Stuttgart

Wer ist Bradley C. Birkenfeld?

Vielleicht fragen Sie sich, wer denn Bradley Birkenfeld überhaupt ist? Bradley C. Birkenfeld wurde am 26. Februar 1965, in Brookline, Massachusetts, einem Vorort von Boston, geboren.


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Birkenfeld ist heute ein Finanzexperte im Ruhestand. Seinen Wohnsitz hat er mittlerweile nach Malta verlegt. Er ist als wichtigster Whistleblower der Finanzbranche eine Legende. Durchaus vergleichbar mit Edward Snowden für die IT-Branche. S

eine Karriere als Banker begann Birkenfeld in Bosten. Später zog er nach Europa, wo er erfolgreich als Privatbanker bei der Credit Suisse, der Barclays Bank und der UBS arbeitete.

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Bild: Birkenfelds einstige Original-Visitenkarte von der UBS

Bradley Birkenfeld brachte das Schweizer Bankgeheimnis zu Fall

Im Jahr 2005 – dem Jahr in dem auch ich „meine“ Offshore Banken verlassen habe – protestierte Bradley Birkenfeld bei der UBS gegen illegale Praktiken, weil Mitarbeiter amerikanische Kunden mit hohem Vermögen beim Hinterziehen von Steuern unterstützen.

Als er Wind davon bekam, dass ihn die UBS für genau jene so lukrativen Tätigkeiten als Sündenbock opfern wollte, brach er sein Schweigen und wandte sich als Whistleblower an die US-Regierung.

Aber anstatt auf offene Ohren zu stoßen, wurde er als Verschwörungstheoretiker abgestempelt, das Justizministerium versuchte, ihn mundtot zu machen.

Doch Birkenfeld ließ sich nicht einschüchtern und gab seine Informationen an den US-Senat sowie die Aufsichts- und Steuerbehörden weiter.

104 Millionen US-Dollar Belohnung!

Daraus resultierten nicht nur der Fall des Schweizer Bankgeheimnisses, sondern auch mehr als 15 Milliarden US-Dollar an Steuernachzahlungen, Bußgeldern und Strafen für amerikanische Banken.


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Dafür nahm er sogar 30 Monate Gefängnis in Kauf. Später wurde er für seinen mutigen Einsatz rehabilitiert und auch finanziell fürstlich entschädigt.

Als Belohnung bekam er seitens der US-Steuerbehörden einen Scheck – nach Abzug aller Abgaben und Steuern – in Höhe von 75.816.958,40 US-Dollar.

Weil diese Summe so unglaublich ist nochmals in Worten: Mehr als 75 Millionen US-Dollar – netto – als Belohnung! Die Zahlung vor Steuern betrug – brutto – übrigens 104 Millionen US-Dollar!

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Bild: Kopie des Original-Schecks von der US-Steuerbehörde

Lucifers Banker – Des Teufels Banker

Heute widmet sich Bradley Birkenfeld der Unterstützung von Whistleblower-Initiativen, die betrügerische Machenschaften aufdecken und bekämpfen sollen.

Die New York Daily News schrieben damals „Der UBS-Whistleblower Bradley Birkenfeld verdient keine Gefängnisstrafe, sondern ein Denkmal an der Wall Street“.

Ein hoher Beamter der mächtigen US-Steuerbehörde IRS ließ auf die Frage „Hat Birkenfeld die Belohnung von 104 Millionen US-Dollar verdient“ verlauten: „Jeden Cent davon!“.

Selbst das US-Justizministerium hat seine Meinung längst geändert.

Ein Beamter dieser Behörde lies unlängst verlauten „Ich bin nicht sicher, ob die US-Regierung dieses massive Betrugsprogramm heute schon aufgedeckt hätte, wenn Birkenfeld nicht im Sommer 2007 zum Justizministerium gekommen wäre“.

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Über den Autor Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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