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Hackerangriff: 143 Millionen Kundendaten von Finanzdienstleister gestohlen

Der Finanzdienstleister Equifax schockte letzte Woche seine Anleger mit der Nachricht, dass bei einem Hackerangriff die Daten von 143 Millionen Kunden gestohlen wurden.

Zu den Informationen zählten „vor allem Namen, Sozialversicherungs-Nummern, Geburtsdaten, Adressen und in einigen Fällen Führscherschein-Nummern“.

Equifax hat den Diebstahl fast einen Monat lang nicht gemeldet

Das Unternehmen verkauft ironischerweise Produkte, mit denen Kunden sich gegen Identitätsdiebstahl und Kreditbetrug schützen sollen. Laut einem Unternehmenssprecher wurde der Datendiebstahl am 29. Juli 2017 bekannt.

Allerdings ging das Unternehmen erst einen Monat später mit diesen Informationen an die Öffentlichkeit.

Die Verzögerungstaktik hatte einen guten Grund…

Aktienkurs von Equifax ging 19% in den Keller

Nachdem das Unternehmen – mit einem Monat Verspätung – den Hackerangriff bekannt gab, ging der Aktienkurs sofort in den Keller. Equifax verlor erst 12 % an Wert, stabilisierte sich kurz und brach dann um insgesamt 19 % ein.

Equifax Aktienkurs

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Cyber-Angriff gefährden die Stabilität des gesamten Finanzsystems

Die Anzahl an Cyber-Attacken ist in den letzten Jahren bereits um 48 Prozent angestiegen – und Experten gehen davon aus, dass diese Zahl nur noch weiter zunehmen wird.

Denn zahlreiche Unternehmen verwenden hoffnungslos veraltete Software und haben klaffende Sicherheitslücken in ihren Systemen.

Wie Sie am Beispiel von Equifax sehen, kann ein Hackerangriff blitzschnell den Kurs eines Unternehmens in den Keller treiben.


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Schlimmer noch: Cyber-Terroristen könnten mit gezielten Attacken ganze Börsenplätze lahmlegen. Denn das gesamte globale Finanzsystem ist heute digitalisiert und hochgradig anfällig für Hackerangriffe.

Hackerangriffe könnten Chaos an der Börse anrichten

Bereits im Juni legte der Computervirus „Petya“ Computerterminals an Frachthäfen rund um den Globus lahm. Riesige Containerschiffe musste von Hand entladen werden, da die Computersysteme ausgefallen waren. Der Reederei entstand dadurch ein Schaden von mindestens 50 Millionen Dollar.

Stellen Sie sich vor, der nächste Angriff dieser Art zielt auf die Börsen in Tokoy, New York oder Frankfurt ab. Trading-Algorithmen verkaufen große Anteile von Aktien. Die Kurse brechen ein und unter den Anlegern bricht eine Panik aus.

Solch ein Szenario ist real, doch die Gefahr wird von den Massenmedien und Politikern einfach ausgeblendet.

Und das ist nur der Anfang…

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Über den Autor Dimitri Speck

Dimitri Speck gilt als gewiefter und erfahrener Marktanalytiker. Außerdem ist er Chef-Entwickler für die Handelsstrategien des Asset Managers Staedel Hanseatic. Er ist also kein gewöhnlicher Analyst, der am grünen Tisch irgendwelche Spekulationen aufgreift. Er beobachtet die Märkte und schließt daraus Ungeheuerliches.

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