Börsen-Rally
Tom Firley in Investors Daily Update
vom 3. April 2009, 10:30 Uhr
Liebe Leser,
es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten mit einer „gläsernen" Rally umzugehen. Eine gläserne Rally ist eine Aufwärtsbewegung, der man nicht traut.
1.) Aggressiv versuchen Sie sich mit Put-Positionen gegen die Rally zu stellen. Nach dem Motto: „Eigentlich müsste es ja bald fallen".
2.) Passiv warten Sie ab, bis die Rally vorbei ist und bereiten sich auf einen (spekulativen) Einstieg vor.
3.) Sie spielen die Rally aktiv mit, steigen zum Beispiel aufgrund charttechnischer Analysen in Einzelwerte ein und sichern sich relativ eng ab. Hierbei ist entscheidend nicht alles auf eine Karte zu setzen, sondern mit verhältnismäßig kleinen Einsätzen auf mehrere Werte zu setzen.
Es ist unschwer zu erkennen, welche Methode ich bevorzuge. Version 1 fällt aus, daran sind schon viele Börsianer Pleite gegangen.
Version 2 kann klappen, allerdings sagte ich ja seit März immer wieder: „Nichts hält sich länger als ein Provisorium." Und die aktuelle Rally ist ein Provisorium. Daher könnten Sie lange warten, bis die Rally vorbei ist. Als eher konservativer Börsen-Akteur wäre diese Vorgehensweise durch aus in Ordnung. Ihr Gegenpart an der Börse wäre der Langfristanleger, der auf einen Durchbruch des 256-Tage-GD wartet.
Version 3 ist die Vorgehensweise, die ich im März vorgeschlagen habe.
Natürlich, faktisch traue ich der Rally nicht. Nur hält sich die Börse nicht (immer) an Fakten, sondern spielt ihr eigenes Spiel.
Daher nutze ich die Charttechnik, halte immer noch eine geringe Investitionsquote, rechne bei Einstiegen mit möglichen 10, höchstens 15 % Verlust und lasse Gewinne laufen.
Auf diese Art und Weise mache ich zwar nicht unbedingt, was mein Bauch sagt. Auf der anderen Seite komme ich dadurch aber nicht in die Verlegenheit zum Beispiel 1000 Punkte lang im Dax falsch zu liegen.
Die wichtigsten Widerstände und Unterstützungen habe ich Ihnen im nächsten Chart mitgebracht.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
Chefredakteur Investors Daily