Börse

Warum wird das Börsenjahr 2012 besser? (2. Teil)

Jürgen Nowacki in Investoren Wissen zum Thema Börse
vom


In einem ersten Schritt habe ich Ihnen das Sektorrotationsmodell von Sam Stovall vorgestellt. Dieses Modell ist nicht neu denn im Grunde genommen geht es nur um die Frage wann das investive Kapital aus dem sicheren Hafen der Rentenmärkte und konjunkturunempfindlichen Sektoren wie Big-Pharma und Konsumwerte (Lebens- und Hygienemittel) in die zyklischen Sektoren wie Chemie, Maschinenbau, Hightech fließt.


Um die Frage zu beantworten welche Phase des laufenden US-Konjunkturzyklus gerade von den Aktienmärkten vorweg genommen wird, ist es notwendig die konjunkturunempfindlichen und die zyklischen Sektoren am Aktienmarkt zu erfassen. Das ist etwas zeitaufwendig und verlangt etwas Kombinationsgabe aber wenn Sie es einige Male gemacht haben dann ist es recht einfach. Der Analyst John Murphy hat auf seiner Webseite StockCharts.com im kostenlosen Bereich die aktuellen Auswertungen unter PerfCharts zur Verfügung gestellt.

Bevor wir uns auf die aktuelle Situation und Marktlage stürzen fasse ich noch einmal zusammen wie die Grafische Darstellung, die ich Ihnen gestern an die Hand gegeben habe zu lesen ist. Die grüne Kurve beschreibt unser Verständnis für einen Konjunkturzyklus aus makroökonomischer Sicht mit den Phasen frühe und späte Rezession sowie frühe und späte Erholung. Man könnte diesen vier Phasen auch andere Namen geben wie etwa Aufschwung, Boom, Abschwung und Rezession. Aktien zu kaufen wenn sich konjunkturell der Aufschwung abzeichnet lohnt sich meist nicht mehr, denn der Aktienmarkt läuft, wie wir bereits fest gestellt haben der Konjunktur ca. 6 Monate voraus. Andererseits wäre es aber auch leichtsinnig den sicheren Hafen zu früh zu verlassen um dann feststellen zu müssen, das die Rezession länger dauert als gedacht.

Folgen wir Stovalls Idee dann müssen Fonds und institutionelle Investoren ihren großen Aktienpositionen bereits am Ende der Rezession (bei schlechten Nachrichten) aufbauen. Das kann Wochen wenn nicht sogar einige Monate dauern was in der Praxis als Akkumulation also das Vollsaugen mit Aktien bezeichnet wird. Es wird also nicht getradet sondern an schwachen Tagen nach schlechten Ökonomischen Daten die Hand aufgehalten.



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