Konjunkturdaten
Hier finden Sie die wirklich wichtigen Wirtschaftszahlen
ENL5462
Konjunkturdaten: Grundsätzliches zur Relevanz
Zunächst müssen Sie wissen, dass fast alle Konjunkturdaten zu Reaktionen am Aktienmarkt oder am Anleihenmarkt führen. Und es ist alleine durch die kaum zu durchdringenden Einflüsse auf die Börsen nicht selten so, dass die Märkte auf weniger wichtige Konjunkturdaten bisweilen sehr stark reagieren, auf wichtige hingegen manchmal überhaupt nicht.
Doch die wirklich entscheidenden Daten sind durchaus in ihrer Zahl überschaubar. Dabei sind es vor allem die US-Konjunkturdaten, welche die Kurse bewegen. Und das aus zwei Gründen:
Zum einen, weil die USA immer noch die wichtigste Wirtschaftsnation sind. Ihr Wohl oder Wehe beeinflusst alle anderen großen Wirtschaftsräume. Durch die zunehmende Globalisierung der Märkte in den vergangenen Jahrzehnten nimmt der Einfluss der USA zwar etwas ab – aber sie sind immer noch dominant.
Zum zweiten, weil die US-Konjunkturdaten mindestens ein bis zwei Wochen früher auf den Tisch kommen. Daten zum Vormonat werden dort früher veröffentlicht als in Deutschland oder der Euro-Zone insgesamt. Wenn sich also etwas an der Konjunkturlage verändert, sieht man es anhand der US-Daten zuerst.
Kein Wunder also, dass es relativ wenige deutsche Konjunkturdaten gibt, die für größere Marktbewegung sorgen. Hier sind vor allem zwei zu nennen:
Die wichtigsten deutschen Konjunkturdaten
Der ifo-Geschäftsklimaindex
Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex ist für den deutschen Aktienmarkt sehr wichtig. Es handelt sich hier um einen Stimmungsindex, bei dem Unternehmen zu ihrer Einschätzung der Lage befragt werden. Dabei geben ca. 7.000 Unternehmen aller Branchen und Größen ihre Noten zur aktuellen Lage und ihren Erwartungen für die kommenden sechs Monate ab. Neben dem Gesamtwert unterteilt sich der ifo in Subindizes zur aktuellen Lage und zur Erwartung für die kommenden sechs Monate.
Er hat eine besonders hohe Bedeutung weil man zu recht davon ausgeht, dass die Unternehmen selbst die Lage natürlich weit besser einschätzen können als externe Analysten. Diese sind die „Stimmgeber“ der anderen weit beachteten deutschen Konjunkturzahl:
ZEW Index der Konjunkturerwartungen
Vergleichbar mit dem ifo-Index basieren die Daten zur Konjunkturerwartung, ermittelt durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), auf Umfragewerten und bieten so einen sehr aktuellen Einblick in die momentane Stimmungslage, während reguläre Konjunkturdaten immer nur den vergangenen Monat beleuchten können. Anders als bei den Daten zum ifo-Index werden hier aber Finanzanalysten um ihre Meinung gebeten.
Die wichtigsten US-Konjunkturdaten
Grundsätzlich haben die US-Konjunkturdaten aber einen größeren Widerhall. Für uns vor allem deshalb, weil die deutschen Daten in den USA niemanden wirklich interessieren, während die Daten der Konjunkturlokomotive USA natürlich weltweit für Kursbewegungen sorgen. Besonderes Gewicht haben die drei folgenden Daten, da sie die wichtigsten konjunkturellen Elemente tangieren.
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Das dicke Ende kommt erst noch!
Griechenland war nur die Blaupause für weitere Bankrotte mitten in der EU. Das Problem:
Deutsche Banken sind Hauptgläubiger in Griechenland! Darunter so „solide" Adressen wie die Hypo Real Estate (!) und mehrere Landesbanken.
Das nächste Land hat bislang noch keiner auf dem Radar (kein PIIGS-Land!). Obwohl seine Staatsanleihen „auf einem Bett aus Nitroglycerin" ruhen.
Griechenland war nur das Vorspiel. Klicken Sie hier.Aktien-Monitor
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