Börse Südafrika schlechter als der Dax in diesem Jahr
Profit Radar zum Thema Dax 30
vom 6. Oktober 2009, 19:00 Uhr
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Wenden wir uns einem weiteren afrikanischen Land zu, in dem Gewalt ebenfalls an der Tagesordnung ist. Auch hier baut sich immer mehr sozialer Sprengstoff auf, der vermutlich auch Fußballweltmeisterschaft im nächsten Jahr vermutlich noch spürbar sein wird. Doch jetzt spürt die Börse erst einmal die Krise.
Der Johannesburger Africa All Shares Index hat zwar seit März 2009 einen schönen Aufwärtstrend ausgebildet. Doch das haben die meisten Indizes. Seit Beginn des Jahres ist die südafrikanische Börse lediglich um 15% gestiegen und gehört sowohl unter den Schwellenländer- als auch unter den etablierten Börsen zu den schlechtesten Börsen in diesem Jahr.
Ich will gar nicht die Börsen in Hongkong und Indien mit Anstiegen von über 50% bzw. 70% hinweisen. Selbst der schwerfällige Dax ist mit rund 18% seit Jahresbeginn noch besser gelaufen als Südafrika. Die schlechte Performance hat aber auch seine Gründe. Der fast mit Zwei-Drittel-Mehrheit ins Amt gekommene neue südafrikanische Präsident Zuma steht vor gewaltigen Problemen. Auch wenn uns das Thema „Politikerversprechen" auch in Deutschland nur zu bekannt ist, wird Zuma trotz vollmundiger Versprechen sowohl Armut als auch Arbeitslosigkeit nicht annährend in den Griff bekommen. Die Arbeitslosenquote von über 23% birgt nicht nur sozialen Sprengstoff, belastet auch den Konsum der privaten Haushalte, die teilweise hoch verschuldet sind.
Zu dieser internen Schieflage kommen jetzt natürlich auch externe Faktoren. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat Südafrika in den schlimmste Krise seit fast 20 Jahren gestürzt. Das bisherige Wachstum von gut 5% in den letzten Jahren ist regelrecht eingebrochen. In diesem Jahr wird die südafrikanische Wirtschaft defacto schrumpfen, im nächsten Jahr wird sie dann wieder um 3% zulegen.
Mehr zu Südafrika erfahren Sie im Profit Radar von morgen.
Gute Kurse wünscht Ihnen
Volkmar Michler