Blutbad am Silbermarkt
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Investieren in Silber
vom 15. August 2008, 17:00 Uhr
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Liebe Leserin, lieber Leser,
heute Nacht überrannte eine wahre Welle von Stoppverkäufen den Silbermarkt in Asien. In der Spitze sahen wir Verluste von 12% - innerhalb kürzester Zeit! Fundamental gibt es für den extremen Verfall aller Edelmetalle in den vergangenen Tagen keinen Grund außer dem starken US-Dollar und den Rezessionssorgen. Ganz im Gegenteil - die großen Edelmetallhändler berichten, dass Ihnen die Lager leergekauft werden. Alles deutet darauf hin, dass es massive Schieflagen am Terminmarkt gibt, die nun zwangsweise gedeckt werden müssen. Dazu kommen natürlich inzwischen auch die Leerverkäufer, die auf den rollenden Zug aufgesprungen sind und die Bewegung verstärken.
Panikverkäufe beenden meist eine Abwärtsbewegung
Wir werden erst im Nachhinein erfahren, was sich da für Dramen hinter den Kulissen abspielen. Eins ist sicher - dieser massive Einbruch wird mehr als einen Hedgefonds das Leben kosten. Typisch ist, dass scharfe Bewegungen durch solche Panikverkäufe beendet werden, in denen sich ihre Kraft erschöpft. Falls Sie hier auf eine Gegenbewegung traden möchten, sollten Sie aber sorgfältig das geeignete Instrument auswählen.
Wählen Sie das richtige Investitionsinstrument sorgfältig aus
Optionsscheine sind wegen der hohen Volatilität auf jeden Fall zu meiden. Geeignet sind Zertifikate mit oder ohne Währungssicherung, K.O.-Scheine mit komfortablem (!) Abstand zum Stopp oder auch ETFs für die Anleger, welche unserem Finanzsystem nicht mehr so recht trauen. Eine konkrete Empfehlung hat heute Vormittag bereits mein Kollege Michael Vaupel in den Rohstoff Signalen ausgesprochen. Details zu dem erfolgreichen Brief finden sie hier.