Blue Chip-Dividendenaktien werden in 2012 gefragt sein
Daniel Wilhelmi in Profit Radar zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 29. November 2011, 19:00 Uhr
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Staatsanleihen bieten für institutionelle Investoren jedoch auch keine Alternative mehr. Bei den wenigen soliden Staaten kriegen Anleger keine attraktiven Renditen mehr. Da ist der Realzins (Zinssatz abzüglich Inflation) negativ. Was bleibt den großen institutionellen Investoren also als Alternative?
Bedenken Sie: Institutionelle Investoren müssen Milliarden bewegen. Die Optionen an den Kapitalmärkten sind begrenzt. Bei großen Blue Chip-Werten bekommen Investoren inzwischen extrem attraktive Dividendenrendite, die Staatsanleihen weit, weit outperformen. Und diese Werte sind liquide genug für institutionelle Investoren, um große Positionen einzugehen.
Gleichzeitig sind Weltkonzerne wie Siemens, BASF, Nestle, oder Coca Cola Anlagen, bei definitiv fraglos diskutiert werden kann, ob sie nicht sicherer als Staatsanleihen sind. Immerhin gibt es diese Unternehmen teilweise seit 100 Jahren. Sie kennen meine Meinung: Diese Weltkonzerne haben Kriege und Regierung überstanden und stehen heute immer noch.
Würden Sie Ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass die aktuellen Regierungsformen in zehn oder zwanzig Jahren noch Bestand haben? Wenn man solche Qualitätsunternehmen jetzt mit Dividendenrenditen von drei, vier und teilweise fünf Prozent kaufen kann, dann ergeben sich auch ohne Kursgewinne attraktive Renditen.
Das gilt besonders für Börsenphasen, in denen das Aufwärtspotential für die breiten Märkte gedeckelt ist. Und diese Situation haben wir in 2012. In Anbetracht der schwächelnden Wirtschaften in Europa, den USA sowie zahlreichen Emerging Markets (wobei ich dort nur von einer Wachstumsverlangsamung ausgehe) und den politischen Krisen, ist das Potential der Märkte nach oben gedeckelt. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi