Blick in die Medien: Drohen Merkel und Sarkozy mit Euro-Ausstieg?
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 26. Oktober 2010, 16:00 Uhr
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Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, was hinter den Kulissen der Macht anscheinend alles läuft.
Aktueller Fall:
Deutschland und Frankreich drohen anscheinend dem Rest der EU mit dem Austritt aus dem Euro. Wie Sie dem folgenden Link, welcher einen Teil der Tagesschau vom 25.10.2010 wiedergibt, entnehmen können, äußert sich der luxemburgische Außenminister hier klar und deutlich.
Dies deckt sich übrigens mit der allgemeinen Lage, denn wie der Focus berichtet, wächst der Widerstand gegen den deutsch-französischen Vorstoß in der EU sehr stark. Alleine gegen den Rest der EU werden wohl Deutschland und Frankreich nicht ankommen. Was daher bleibt, ist ein Einknicken vor den anderen Staaten oder ein Ausstieg. In beiden Fälle dürfte das der Lebenserwartung der EU, wie wir sie kennen, nicht gerade zuträglich sein.
Währenddessen dreht sich das Krisenkarussell fröhlich weiter und der weltweite Abwertungswettlauf (und damit übrigens auch die konsequente Zerstörung der Mittelklasse) setzt sich fort.
In Spanien etwa hat der Konjunkturkater bereits erfolgreich eingesetzt und auch in den USA hält es sich nicht gerade erfreulich mit dem Thema Armut. Hinzu kommt, dass in den USA massiv Geld in den Umlauf gebracht wird, was sicherlich auch nicht ohne Folgen bleiben wird.
Das ewige deutsche Spar-Schlafschaf hingegen scheint hingegen völlig hoffnungslos und lernresistent zu sein. Anstatt zunehmend sich in Richtung Sachwerte zu orientieren, wird nach wie vor brav der Obrigkeit und dem völlig maroden Bankwesen vertraut, was sich zu großen Teilen nur noch durch staatlich sanktionierte Bilanztricks über Waser hält, und das Geld auf der denkbar schlechtesten Sparform platziert, dem Sparbuch. Aber wen kümmert es schon, dass gerade auf dem US-Immobilienmarkt, auf dem viele deutsche Banken mitgezockt haben, ein völliges Chaos herrscht? Wen interessiert schon, wenn eine deutsche Bank mal wieder in den USA Milliardenklagen abwehren muss bzw. vielleicht sogar bezahlen muss? Und wen interessiert schon, was "fiat money" ist?
Ich sehe es schon kommen. Am Ende wird das in Finanzdingen freiwillig ignorante und völlig staatsgläubige Schaf alles "richtig gemacht" haben und der "böse Spekulant", der frühzeitig die Lage analysierte und sich mittels Edelmetalen und anderer legitimen Methoden absicherte, natürlich wieder der böse Teufel sein.
Hier wird es wohl das Beste sein, im Falle eines grob eskalierenden Krisenszenarios im eigenen Interesse frühzeitig geeignete Schutzmaßnahmen gegen diese "Spezies" zu treffen und sich bereits jetzt möglichst unauffällig in Finanzdingen gegenüber den Mitmenschen, die in Finanzdingen zu dieser Gattung gehören, zu verhalten.
Ihre Edelmetalle werden es Ihnen womöglich eines Tages einmal danken.
Beste Grüße