Bleibt es beim Treueschwur?
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 15. März 2010, 08:30 Uhr
in engen Bahnen bewegte sich der Dow Jones am letzten Handelstag der Vorwoche um seinen Vortagesschlusskurs. Letztlich hatten die Bullen aber die Nase leicht vorne. Die Ängste vor einer geldpolitischen Bremse in China drücken zu Wochenbeginn etwas auf die Laune der Marktteilnehmer. Dieses Bild hatten wir jedoch schon letzte Woche vorliegen und trotzdem gelang dem Dax eine Annäherung an die 6.000er-Marke.
Diese Woche könnte interessant werden: Unternehmenszahlen spielen zwar keine große Rolle, doch am Freitag ist wieder einmal Hexensabbat. Am großen Verfallstag geht es meist hoch her, aber auch im Vorfeld spielen die großen Adressen im Markt oft mit ihren Muskeln. Schon morgen findet die Sitzung der US-Notenbank statt. Es wird zwar wieder keine Anhebung der Leitzinsen geben, aber umso mehr wird auf den Begleitkommentar der Fed geachtet werden. Bleibt es beim Treueschwur und wird an der Quasi-Nullzinspolitik weiter festgehalten?
Bitte beachten!
In den USA ticken die Uhren seit Sonntag anders! Dort hat man schon auf Sommerzeit umgestellt. Für zwei Wochen öffnet daher die Wall Street schon um 14.30 Uhr unserer Zeit. Die meist unspektakuläre Handelsphase zur Mittagszeit endet also eine Stunde früher. Könnte eigentlich immer so sein!
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 18.30 Uhr.
Dax (DAX.I): relativ unbeeindruckt
Nur etwas zeigt sich der Dax von den chinesischen Zinsängsten beeindruckt. Gemäß meines Wochenausblicks liegt die nächste Unterstützungszone bei 5.910 Punkten. Kann sich der deutsche Leitindex auf diesem Kurs-Niveau erneut, wie schon am vergangenen Donnerstag und Freitag, nach oben abstoßen, werde ich eine Long-Position eröffnen. Short gehe ich aber erst, wenn die 5.900er-Marke klar unterschritten wurde (nicht vor 5.890). Dann wird es den Dax wohl bis zur Unterstützungszone bei 5.865/60 Punkten ziehen. Hier entscheidet sich dann, ob die Bären das Ruder übernehmen (und nicht nur für den heutigen Handelstag) oder die Bullen Schlimmeres verhindern können. Dient die Kurs-Zone nicht als Auffangbecken für gestrauchelte Bullen, dann bleibe ich short investiert. Zeichnet sich aber auf diesem Kurs-Niveau eine Gegenbewegung ab, werde ich nicht zögern und den Dax kaufen.
Mit einer Ausnahme - der vergangene Freitag - bissen sich die bullisch eingestellten Marktteilnehmer bei 5.952 Punkten regelmäßig die Zähne aus. Sofern sich der deutsche Leitindex von seinen etwas niedrigeren vorbörslichen Notierungen nach oben lösen kann, werde ich diesen Widerstand für Neu-Einstiege nutzen. Ein überzeugender Anstieg über den Widerstand lässt mich long gehen und die 6.000er-Marke anvisieren. Scheitern die Bullen jedoch an dieser Hürde oder aber wird diese Kurs-Zone von oben kommend wieder nach unten verlassen, so eröffne ich eine Short-Position.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Die Distanz zur 6.000er-Marke hat sich vergrößert. Trotzdem ist es aber nur ein Steinwurf, der die Bullen von ihrem Ziel trennt.
Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.

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