Blei, das Metall der Weissagung
Daniela Knauer in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 02. Januar 2007 20:45 Uhr
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Liebe Leserinnen und Leser,
Ihnen wünsche ich alles Gute für 2007, Gesundheit und besten Erfolg bei Ihren Anlageentscheidungen. Ich freue mich, Sie bei dem Start ins Neue Jahr begleiten zu dürfen, solange Herr Lambrou sich auf Entdecker-Reisen in China befindet. Beginnen möchte ich heute mit:
Blei, das Metall der Weissagung
Haben Sie sich an Silvester auch den Spass erlaubt, aus geschmolzenem Blei die Zukunft vorherzusagen? Bei mir gehört dieser uralte Brauch fest zu den Silvesterritualen und sorgt in einer gemütlichen Runde immer wieder für viel Vergnügen bei der Deutung der gegossenen Formen.
Das Bleigießen hat eine uralte Tradition. Schon Agrippa von Nettesheim (1486 – 1535), ein Gelehrter der Renaissance, zählte es zu den vier „elementarischen Wahrsagekünsten“. Der Glaube an die magische Macht dieses Metalls ging früher so weit, dass sogar in Gerichtsverfahren Blei genutzt wurde, um die Schuld eines Angeklagten zu beweisen. Dazu goss man dem Beschuldigten flüssiges Blei über die Hände. Blieb er dabei unverletzt, galt seine Unschuld als erwiesen.
Der Stein der Weisen soll Gold aus Blei schaffen
Aber auch in der Alchimie war Blei ein sagenumwobenes Metall, denn man versuchte lange Zeit, aus Blei Gold herzustellen. Das ist zwar bis heute nicht gelungen, aber mit der richtigen Anlage in Blei konnten Sie in den letzten Jahren eine Menge Geld machen. Denn die Preise für Blei haben sich seit 2003 rund vervierfacht!
