Blase in den Emerging Markets?
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 20. Mai 2011, 19:00 Uhr
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In den vergangenen Ausgaben haben wir die drei Phasen einer Haussebewegung besprochen. Wie schon gesagt, befinden wir uns am Aktienmarkt in der zweiten Phase. Nicht, wie viele Anleger irrtümlich denken, in der dritten und finalen Phase. Man liest derzeit viel „Blasen" und „Blasenbildung".
Also ich sehe überhaupt nicht, was die Kollegen da angeblich erkennen. Ja, bei Anleihen ist diese Blase prall gefüllt. Aber in anderen Marktsegmenten: Bis auf wenige Ausnahmen, wie Silber, gibt es keine Blasenbildung. Und das Verrückte ist: Die Blasenbildung am Anleihemarkt ist ja sogar positiv für die Aktienmärkte.
Denn wenn diese Blase irgendwann platzt, und es ist absehbar, dass dies spätestens passieren wird, wenn die Baby Boomer immer mehr Geld aus den Märkten abziehen, dann werden Teile der nicht liquidierten Anlagemittel in den Aktienmarkt fließen. (Dies wird übrigens die Makro-Entwicklung für die dritte Hausse-Phase sein.)
Als Beispiel für die Blasen werden derzeit gerne die Emerging Markets herangezogen. Und es stimmt durchaus, dass in einzelnen kleinen Bereichen durchaus Spekulationsblasen vorhanden sind. So beispielsweise in exotischen Randmärkten wie Sri Lanka oder in einigen Immobilienmärkten in China.
Aber als Gesamtbild betrachtet, gibt es in den Emerging Markets an den Aktienmärkten keine Blase. Sind die Gefahren für Blasenbildungen vorhanden? Absolut. Deshalb agieren die Zentralbanken von Brasilien bis China ja auch so aggressiv. Aber eine breite Blase, wie man sie in Phase Drei der Haussebewegung erlebt, finden wir noch nicht vor.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von SEIFERT (21.05. 2011 00:35 Uhr):
BLASE BEI SILBER? HERR LANGE VOM OXFORD CLUB SIEHT DAS ABER GANZ ANDERS: WER HAT NUN RECHT?
Antworten - Kommentar von G Müller (22.05. 2011 18:53 Uhr):
Können Sie in einer der nächsten Ausgaben von Profit - Radar (noch) einmal auf die Blase am Anleihenmarkt eingehen. Gibt es beim evtl. Platzen nicht gravierende Unterschiede in den Auswirkungen zwischen den Besitzern von Staats- und Unternehmensanleihen ?
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