Billionen einmal anders betrachtet...
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 19. März 2009, 16:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
wir hören in den Medien immer wieder täglich (wie z.B. auch gestern hinsichtlich der FED-Ankündigung) von den Unsummen an Geldern, welche Regierungen für Maßnahmen, die sie als "Rettungspakete" bezeichnen, zur Verfügung stellen.
Wer kann sich darunter eigentlich noch etwas wirklich vorstellen? Erfahrungsgemäß kaum jemand.
Dies hat mich auf die Idee gebracht, einmal für Sie etwas das Internet nach gelungenen Veranschaulichungsmöglichkeiten zu durchsuchen.
Und in der Tat wurde ich fündig. Da dieses Beispiel jedoch aus dem amerikanischen Raum stammt (Quelle: www.pagetutor.com, eine HTML-Self-Help Website), sind die nachfolgenden Abbildungen auf US-Dollar bezogen (Die Abbildungen wurden mittels Google Sketchup erstellt).
Dem Veranschaulichungseffekt dürfte dies jedoch nicht im Wege stehen. Fangen wir also an...
Jeder kennt sicherlich den 100-USD-Schein
Die Banknote mit dem höchsten Wert, die sich in den USA im Umlauf befindet, ist der 100-USD-Schein. Ziemlicher jeder dürfte diesen kennen:
Abb.: 100-USD-Schein
Betrachten wir nun als nächsten Schritt 10.000 USD. Diese bestehen aus einem Bündel aus hundert 100-USD-Scheinen. Von der Größe her ist die Sache noch nicht wirklich problematisch; solch ein Bündelchen lässt sich leicht in der Hosentasche verstauen:
Abb.: 100 x 100 USD (im Bündel)
Der nächste Stapel (auch wenn er wirklich sehr klein aussieht) ist bereits eine Million US-Dollar. Von der Größe her lässt sich diese Summe jedoch immernoch in einer Einkaufstüte mit sich tragen:
Abb.: Eine Million US-Dollar veranschaulicht
Machen wir den Spaß doch ein wenig interessanter und erhöhen wir die Summe auf 100 Millionen US-Dollar, um ein wenig "Volumen" in die Sache zu bringen. Aber auch das passt noch ganz gut auf eine Standard-Palette:
Abb.: 100 Millionen US-Dollar veranschaulicht
Da es bei 100 Millionen US-Dollar natürlich nicht bleiben kann, wenn wir "Rettungspakete" und Schulden haben, die sich bis in den Billionen-Bereich bewegen, fehlen noch zwei Schritte. Betrachten wir nun eine Milliarde US-Dollar:
Abb.: Eine Milliarde US-Dollar veranschaulicht
Und nun wird es wirklich extrem, liebe Leser. Sehen wir uns eine Billion an. Diese Zahl ist keineswegs aus der Luft gegriffen. Bitte beachten Sie, dass die Paletten doppelt(!) gestapelt sind:
Abb.: Eine Billion US-Dollar veranschaulicht
Wenn also das nächste Mal jemand über Billionen (US-engl. "Trillions") an Verlusten spricht oder über mehrstellige Milliardenpakete, die man freundlicherweise an marode Banken weiterreicht und diese dann immernoch nicht "satt" sind, denken Sie an diese Bilder...
Beste Grüße
Alexander Hahn




