Bill Bonner versus Pferd
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 4. August 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
"Im Kampf zwischen Mensch und Tier", sagte ich gestern beim Essen zu einem Tischnachbarn, Hat das Tier eine Runde gewonnen."
Ich habe mir selbst ein sehr schweres Handicap gegeben. Niemand, der älter ist als fünfzig, sollte noch auf einem Pferd reiten dürfen. Aber auf Drängen meiner Frau - die mir ein sehr großes Pferd gekauft hat - habe ich mich dann doch auf ein Pferd gesetzt. Die ersten paar Sitzungen sind ziemlich gut verlaufen. Ich habe angefangen, mich selbst in der Rolle des Lone Ranger auf dem Rücken von Silver zu sehen, oder auch in der Rolle von Tom Mix auf seinem Pferd Tony. Aber dann habe ich mir vor zwei Tagen den Rücken im Sattel verknackst.
Für die Leser des Newsletters muss das ein Segen gewesen sein, weil es dadurch schwer für mich wurde, mich hinzusetzen und zu schreiben. Und gestern hat das verdammte Pferd versucht, mich aus dem Sattel zu werfen, als ich gerade aufsteigen wollte - es ist unter einem tiefer hängenden Ast hergelaufen, als ich versuchte die Steigbügel zu erwischen. Aber damit noch nicht genug.
Nachdem es verschiedene Einladungen ausschlug, den Gartenpfad entlang zu traben, bin ich wieder zum Reiterhof gefahren, um mir weiteren Unterricht geben zu lassen. Auch das hat trügerisch gut angefangen. Ich habe los reiten und anhalten geübt. Traben und leichtes Galoppieren. Aber als ich schon fast am Ende der Lektion angekommen war, hat das Pferd angefangen, in einem schnelleren Tempo als üblich die Bahnen abzulaufen.
Aus dem Gleichgewicht geraten, hat der Kavallerist seinen Steigbügel verloren. Kein Problem, er würde das Pferd einfach etwas bremsen und ihn wieder finden. Aber dann hat er auch noch den anderen verloren. Jetzt kam es wirklich darauf an, Ipso anzuhalten. Der jedoch beschleunigte noch.
Die Koppel ist an drei Seiten von einem Holzzaun begrenzt. Auf der letzten Seite ist eine Steinmauer. Mit der steigenden Geschwindigkeit verringerten sich auch die Entfernung des Pferdes zu diesen Hindernissen und die Vorstellung des Reiters von der Ewigkeit. Er zog an den Zügeln, aber ohne die Steigbügel - und mit nur fünf Tagen Übung - musste er feststellen, dass er absolut nicht in der Lage war, das Tier unter Kontrolle zu bringen. Es ging immer schneller. Runde um Runde. Ich sah mich schon in die Steinmauer fliegen...um dahinter als ein Haufen aus Armen und Beinen später am Tag gefunden zu werden, den Kopf in einem seltsamen Winkel und mit einem glasigen Blick in den Augen.
Wie es ausging? Morgen das Ende dieses Kampfes"...
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Johannes (04.08. 2010 07:55 Uhr):
Ja, so geht es auch Griechenland mit der EU. Kaum dabei, wollen sie schon den vollen Galopp beherrschen, aber das Pferd - sprich Wirtschaft - versagt ihnen den Dienst und geht ihre eigenen Wege (Spekulanten). Der arme dabei ist der Reiter (Bürger), der auf die Schnauze fällt.
Antworten - Kommentar von Christine Wunderlin (04.08. 2010 08:45 Uhr):
Bill Boner versus Pferd: freue mich auf die Fortsetzung, anscheinend sind sie noch am Leben.....(nicht freischalten)
Antworten - Kommentar von Beans (04.08. 2010 11:09 Uhr):
Ich schmeiss mich weg. Köstlich - bitte weiter so.
Antworten - Kommentar von Eckhard Alt (04.08. 2010 18:37 Uhr):
Pferde sind gefährliche Tiere, die dem Menschen nach dem Leben trachten.
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