Bilfinger Berger trotzt der Bauflaute
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 20. Februar 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Im Januar hatte ich schon auf Bilfinger und Berger (WKN 590900) hingewiesen und geschrieben, dass der Baukonzern eine deutlich unterbewertete Aktien ist. Damals hatte ich aber noch eher zum Abwarten geraten: Die Unsicherheiten des Krieges. Bilfinger zeigte sich seitdem recht stabil. Heute folgten die Zahlen von Bilfinger:
Demnach ist das Konzernergebnis im Jahr 2002 um 15 % auf rund 60 Mio. Euro nach 52 Mio. Euro im Vorjahr gestiegen. Als Grundlage für diesen Anstieg wird eine Verdoppelung des operativen Ergebnisses (EBITA) im Vergleich zum Vorjahr angegeben. Insbesondere die neu erworbenen Dienstleistungsgesellschaften haben zu diesem guten Ergebnis beigetragen.
Die Konzernleistung wuchs im Geschäftsjahr 2002 um 7 % auf 4.91 Mio. Euro. Auch der Auftragseingang und Auftragsbestand tendieren deutlich über dem Vorjahresniveau.
Für das Geschäftsjahr 2002 geht Bilfinger Berger von einer erneuten Zunahme der Leistung aus. Hier wird ein Wert von 5,2 Mrd. Euro prognostiziert. Obwohl die Konjunkturentwicklung im In- und Ausland immer noch sehr unsicher ist, strebt das Unternehmen weiterhin eine Ergebnissteigerung an. Was passiert wohl mit dieser Aktie, wenn die Baubranche wieder anfängen zu boomen?
Wie gerne würde ich Bilfinger und Berger einfach zum Kauf empfehlen. Diese Zahlen bestärken mich um ein Weiteres in meiner Ansicht, dass diese Aktie mehr als kaufenswert ist. Auf jeden Fall sollte man die Aktie auf die Watchliste setzen und dann, je nach Kursentwicklung, bei einem Irakkrieg kaufen.
Bilfinger steigt um mehr als 2 % auf 18,25 Euro, liegt damit aber immer noch unter dem Jahreshoch von 18,92 vom Januar dieses Jahres.