Bilfinger Berger trotz Zahlen unter den Erwartungen interessant
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 25. November 2002 18:00 Uhr
ENL5454
Der Baukonzern Bilfinger Berger (WKN 590900) hat in den ersten neun Monaten seinen Gewinn nur durch den Verkauf seines Anteils an der Dresdner Bank steigern können. Rechnet man diesen Veräußerungsgewinn von 161 Mio € heraus, bleiben unterm Strich nur noch 26 Mio € übrig. Im Vorjahr hatte das Konzernergebnis noch bei 33 Mio € gelegen. Die Gesamtleistung ist um 2 % auf 3,4 Mrd € gewachsen. Viel wichtiger ist jedoch, dass der Auftragseingang um 9 % auf 3,98 Mrd € gesteigert werden konnte. Der Auftragsbestand stieg um 20 % auf 5,44 Mrd €.
Für das Gesamtjahr rechnet Bilfinger Berger bei der Gesamtleistung mit einer Steigerung von 4,6 Mrd € auf nun 4,9 Mrd und das Konzernergebnis solle von 52 Mio € auf 60 Mio € gesteigert werden.
Die Zahlen von Billfinger Berger liegen leicht unter den Erwartungen. Allerdings lässt die konsequente Steigerung des Auftragsseingangs erwarten, dass es in den nächsten Quartalen zu deutlichen Gewinnsteigerungen kommt. Sollte bei Bilfinger Berger die 18 € Marke nachhaltig genommen werden, ist mit Kursen bis 22 € durchaus zu rechnen.
So mag es auch nicht verwundern, dass die Zahlen nicht sonderlich negativ vom Markt aufgefasst wurden. Bilfinger Berger verbilligte sich heute um 1,45 % auf 16,95 €.