Bilfinger Berger: Eine Erfolgsgeschichte und trotzdem im Moment nicht ganz „value“

Georg Pröbstl in zum Thema Aktien
vom


von Georg Pröbstl

Lieber Leser,

in den letzten Wochen und Monaten habe ich Ihnen im Nebenwerte Daily immer wieder geschildert, worauf vorsichtige Anleger, Value-Investoren, beim Aktienkauf achten sollten: Fundamentaldaten und die weichen Faktoren. Ich möchte Ihnen das heute einmal am Beispiel Bilfinger Berger (WKN 590900) konkret zeigen.


Der Baukonzern verfolgt seit Jahren eine überzeugende Strategie. Da die Baubranche in Deutschland wie Sie wissen seit der Widervereinigung rund 10 Jahre lang auf Talfahrt ging und hier zu Lande wirklich keine Blumentopf mehr am Bau zu gewinnen war, orientierte sich das Management des Unternehmens völlig neu: Zum einen wurde der Auslandsanteil kräftig ausgebaut. Er stieg beispielsweise alleine zwischen 2002 und 2005 von 58 auf 69 Prozent vom Umsatz. Zu den Großaufträgen aus dem Ausland zählen Infrastrukturprojekte beispielsweise Straßenbau in Australien.

Zum anderen entdeckten die Mannheimer ein neues Geschäftsfeld: Dienstleistungen im Bereich Bau und Immobilien. Hier gab es einen massiven Zuwachs: Der Umsatz der Sparte legte in nur 5 Jahren, zwischen 2001 und 2006 um Faktor 50 zu. Die Neufokussierung hatte Firmenchef Herbert Bodner schon damals angekündigt.

Als Folge dessen schrieb der Konzern in den letzten Jahren nur steigende Gewinne. Den letzten Verlust gab es 1998. Die Aktionäre bekamen regelmäßig eine hübsche Gewinnbeteiligung. So verdoppelte sich die Dividende seit 2001 auf 1,0 Euro in 2005.

Auch 2006 lief exzellent: So steigerte der Mannheimer Baukonzern die Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Im Fünfjahreszeitraum seit 2001 ein Zuwachs beim Umsatz um rund 70 Prozent!

[Fortsetzung weiter unten]


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