Bilfinger Berger: Eine Erfolgsgeschichte und trotzdem im Moment nicht ganz „value“ - Teil 2
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 16. Februar 2007 17:00 Uhr
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Vor allem bei den Dienstleistungen kann Bilfinger seit Jahren stark zulegen. Letztes Jahr gab es in der Sparte ein Umsatzplus von 28 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. In diesem Geschäftsfeld bietet Bilfinger unter anderem Wartung, Instandhaltung und Modernisierung von Produktionsanlagen etwa für Kunden aus der Chemie, Petrochemie sowie Öl- und Gasbranche oder bei Kraftwerken. Zusätzlich bietet Bilfinger hier auch noch Dienstleistungen rund um das Management großer Gebäudekomplexe.
Insgesamt stieg der Gewinn im Konzern in 2006 um 39 Prozent auf 92 Millionen Euro. Gegenüber 2001 ein Anstieg um 77 Prozent
Und auch 2007 dürfte gut laufen. So lag der Auftragseingang 2006 mit 10,0 Milliarden Euro um 33 Prozent über dem 2005er-Wert. Der Auftragsbestand Ende 2006 überstieg mit 8,7 Milliarden Euro den Vorjahreswert um 25 Prozent. Eigentlich kein Wunder, dass Manager Bodner auch für 2007 mit weiter steigenden Umsätzen und Gewinnen rechnet.
Und dann noch die Bilanz: Bilfinger Berger saß Ende 2006 auf liquiden Mitteln in Höhe von 783 Millionen Euro bzw. rund 20 Euro je Aktie.
Die Bilanz, das Management, die Geschäftszahlen, die Strategie – alles grundsolide. Eigentlich ein Traum für jeden Anleger! Trotzdem sollten Sie die Kennziffern ansehen. Der Gewinn von 92 Millionen Euro entspricht bei einem Börsenwert von 2,5 Milliarden Euro einem 2006er-KGV im Bereich von 25. Selbst wenn die Dividende für vergangenes Jahr auf 1,50 Euro je Aktie steigen sollte – Bilfinger ist damit nicht billig.
Selbst wenn das bisher genannte Gewinnziel für 2007 von über 100 Millionen Euro kommen sollte, vielleicht sogar 120 oder 130 Millionen Euro – Bilfinger bringt es dann immer noch auf ein 20er-KGV. Auch wenn ich bei den Mannheimern in den nächsten Jahren mit weiteren Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn rechne – zwischenzeitlich bietet die vergleichsweise hohe Bewertung Spielraum für Kurskorrekturen. Das sollten Sie wissen, bevor Sie einsteigen. Wer mittelfristig plant, auf Sicht von 2 oder 3 Jahren, dürfte mit einem Engagement in Bilfinger aber auf seine Kosten kommen.
Ihr
Georg Pröbstl
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