Bevölkerungsrückgang
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 25. Juni 2008, 07:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leserin, lieber Leser!
Auch am gestrigen Dienstag kam es am Ölmarkt zu keiner wirklichen Korrektur. Die instabile Lage in Nigeria, dem größten Ölproduzenten in Afrika, und Gerüchte über einen Angriff auf eine iranische Atomanlage liessen die Beschlüsse der Ölkrisenkonferenz von Dschidda verpuffen. Zudem bezeichneten Marktbeobachter es als enttäuschend", dass nur Saudi-Arabien als einziges Opec-Land eine Produktionserhöhung ankündigte.
Erste Bremsspuren
Es verwundert in einem Umfeld exorbitant steigender Energiepreise nicht wirklich, dass sowohl der ifo-Geschäftsklimaindex als auch das GfK-Konsumklima deutlich eingebrochen sind. In der Pressemitteilung der Nürnberger GfK vom 24.6.2008 heisst es wortwörtlich, dass wiederkehrende Meldungen über neue Rekordwerte bei Benzin und Diesel die Furcht der Konsumenten vor dem Verlust ihrer Kaufkraft verstärken". Die Deutsche Bundesbank erwartet laut jüngstem Monatsbericht im zweiten Quartal diesen Jahres gar einen leichten Rückgang" des Bruttoinlandsprodukts.
Schrumpfungsprozess
Apropos Rückgang", im ersten Quartal des Jahres 2008 ist die Bevölkerung in der BRD laut Statistischem Bundesamt ebenfalls geschrumpft. Per saldo lag die Zahl der Sterbefälle um 66000 höher als die Zahl der Lebendgeburten. Im selben Vorjahreszeitraum betrug der Negativsaldo nur" 52600. Das Bevölkerungsminus stieg damit um mehr als ein Viertel an!
Nur ganz am Rande sei erwähnt, dass einer jüngsten Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zufolge Besserverdiener" bis zu fünf Jahre länger leben als Männer mit niedrigem Einkommen. Die höchste Lebenserwartung würden Beamte im höheren Dienst haben.
Ende des Weltbevölkerungswachstums?
Im krassen Gegensatz zur Entwicklung der deutschen Bevölkerung steigt die Zahl der Menschen auf dem Planeten Erde weiter an. Laut der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung" beträgt die Weltbevölkerung aktuell 6,7 Milliarden. Der Jahreszuwachs liegt bei 81 Millionen. Aber ähnlich wie bei den regierungsoffiziell tiefen Inflationsraten in den westlichen Staaten gibt es Schätzungen, die die wahre Menschenzahl" auf Erden auf mittlerweile mehr als 7,7 Milliarden taxieren.
Ungeachtet dessen stellt sich die Frage, ob entgegen der herrschenden Prognosen der Bevölkerungsforscher nicht doch die Bevölkerungsfalle zuschnappt. Thomas Robert Malthus lässt grüssen.
Sehr interessant ist auch, dass sich in jüngster Vergangenheit Dennis Meadows, Autor des Buches Grenzen des Wachstums" wieder öfter zu Wort meldet. Herr Meadows ist der Ansicht, dass schon relativ rasch die Ölproduktion stark fallen wird. Es werde nicht nur in den westlichen Staaten schwer werden, den Lebensstandard abrupt an diese neue Bedingungen anzupassen.
Wie es dann wohl den zwei Milliarden Menschen, die mit einem Dollar am Tag auskommen müssen, ergehen wird?