Beta-Test: US-Konjunkturdaten jetzt mit Charts!
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 31. Oktober 2006 18:00 Uhr
ENL5462
Ich werde nun hin und wieder die Konjunkturdaten mit Grafiken erweitern, je nachdem, wie es meine Zeit zulässt. Betrachten Sie das als Beta-Test, da ich mir noch kein Bild über den Arbeitsumfang dieses Unterfangens machen kann.
Der Chicagoe Einkaufsmanagerindex notiert bei 53,5. Erwartet wurde der Index bei 58,0 nach zuvor 62,1. Er ist damit nach dem kleinen Ausbruch auf die 62,1 wieder deutlich zurückgekommen. Wichtiger finde ich die Entwicklung der bezahlten Preise, die seit Juni rückläufig ist, und damit auch ein sehr deutlicher Hinweis, dass die Inflationsgefahren rückläufig sind. Hier der Chart dazu:
Der Arbeitskostenindex ist um 1,0 % gestiegen nach zuvor +0,9 %. Analysten haben mit einem Anstieg von 0,8 bis 0,9 %.
Auf Jahressicht ist der Index der Arbeitskosten um 3,3 % geklettert, so stark wie seit dem ersten Quartal 2005 nicht mehr. Im zweiten Quartal diesen Jahres hatte der Anstieg noch bei 3,0 % gelegen.
Da schreibt man über Deflation und hier zeigen sich noch die deutlichste Spuren der Inflation. Allerdings reagieren die Arbeitskosten sehr zeitverzögert und zeigen sich volatil, hier der Chart:
Der Vertrauensindex des Conference Boards notiert bei 105,4. Erwartet wurde der Vertrauensindex bei 107,8 bis 109,5 nach zuvor 105,9 (revidiert von 104,5). Deutlich unter den Erwartungen, das passt ins Bild. Wenn die Verbraucher das Vertrauen verlieren, ist das schlecht für den Konsum.
Alledings sehe ich hier nur marginale Veränderungen, Werte von Oktober 2005 haben wir noch nicht erreicht. Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass ich damals schrieb, dass diese niedrigen Werte durchaus auch bullish sein können. Und tatsächlich startete eine Rallye. Aus diesem Grund mache ich mir über diesen schlechten Wert keine Gedanken. Er könnte meines Willens sogar noch schlechter ausfallen, umso bullisher würde ich.



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