Besser als Glühlampen und Energiesparlampen: Die LEDs
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Rohstoffe
vom 22. September 2011, 12:00 Uhr
ENL5454
Die Produktion der "herkömmlichen" 60 W Glühlampen ist nun also seit Monatsanfang EU-weit verboten. Die 60 W Glühlampen sind wirklich nicht das Gelbe vom Ei, sondern gewaltige Energie-Verschwender (nur ca. 5% der eingesetzten Energie wird für die Erzeugung von Licht verwendet, der Rest verpufft).
Aber die derzeitige Alternative - Energiesparlampen bzw. technisch bezeichnet "Kompaktleuchtstofflampen" - überzeugt mir auch nicht. Klar, die sind erheblich effizienter bei der Energieausbeute und verbrauchen damit weniger Energie - doch sie haben andere Nachteile.
Kennen Sie ja wahrscheinlich: Viele Fabrikate entfalten ihre volle Leuchtkraft nur verzögert, enthalten Quecksilber, das sie nach Gebrauch zu Sondermüll macht, haben unpassende Formen und "kalte" Lichtfarben.
Der Punkt mit dem Quecksilber ist interessant. Denn eigentlich hat die Europäische Union die Verwendung von Quecksilber in Haushaltsgeräten verboten. Dies ist schließlich hochgiftig.
In Energiesparlampen darf es aber weiterhin verwendet werden. Wohl auch deshalb, weil es sonst keine Alternative gibt - 60 W Glühlampen sind ja jetzt verboten...und irgendwie müssen die Menschen ja ihre Wohnungen beleuchten...
Wäre es da nicht sinnvoller gewesen, man hätte die 60 W Glühlampen noch so lange erlaubt, bis die WIRKLICHE ALTERNATIVE durchgesetzt ist? (Rhetorische Frage,...Sie merken schon, ich würde diese mit "Ja" beantworten.)
Und diese wirkliche Alternative zur 60 W Glühlampe ist eben nicht die Energiesparlampe, die wir jetzt haben, sondern die LED-Lampe.
Die LEDs benötigen kein giftiges Quecksilber bei der Produktion (sondern - tata - einige meiner Favoriten unter den "strategischen Metallen"). Und sie arbeiten effizient, sind insofern auch Strom sparend, was mir wichtig ist. Von den drei Alternativen - herkömmliche Glühlampe, Energiesparlampe, LEDs - somit mit Abstand die beste.
Warum die LEDs noch nicht flächendeckend genutzt werden? Bei den LEDs überwiegt noch ein anderer Nachteil: Hochwertige Produkte sind teuer. Im aktuellen Vergleich von energiesparenden Lampen der Stiftung Warentest siegten zwei LED-Produkte - die Philips MyAmbiance (dimmable, 12 W) kostet 40 Euro, die Osram Paratom Pro Classic A 80 (12 W) 45 Euro.
"Die Leuchtdioden arbeiten mit Halbleitern. Die Hersteller müssen mehr Aufwand betreiben, um gute Qualität sicherzustellen", sagt Christoph Mordziol vom Fachgebiet Energieeffizienz beim Umweltbundesamt (UBA). Zudem sei die Konstruktion recht aufwendig.
Mit steigender Produktion sollten aber auch die Preise der LEDs sinken. Und das haben wir in den letzten Monaten auch gesehen. Und mit sinkenden Preisen wiederum sollte sich der Absatz der LEDs massiv ausweiten. Auch das sehen wir gerade...
Voraussichtlich morgen mehr dazu!
Ich möchte schließlich noch die strategischen Metalle ansprechen, welche bei der Produktion der LEDs benötigt werden.
In diesem Zusammenhang nochmal der Hinweis auf meinen Korb "strategische Metalle". Für derzeit knapp 7.300 Euro können Sie einen Korb mit 104 Kilogramm physischen strategischen Metallen erwerben. Der gehört dann Ihnen, und die enthaltenen Metalle dürften in den kommenden Jahren verstärkt von der Industrie nachgefragt werden. Preissteigerungen deshalb sehr wahrscheinlich. Auch eine super Absicherung gegen Inflation, und Wertsteigerungen sind in D nach einem Jahr Haltedauer komplett steuerfrei.
Bei Interesse - kurze Email an info@investor-verlag.de
Mit herzlichem Gruß!
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Trader´s Daily
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dieter (22.09. 2011 13:06 Uhr):
Ich besitze eine 7 cm und eine 14 cm lange LED-Leuchte für Notfälle im Auto und unterwegs sowie im Haus mit Kurbeln, die bei Bedarf sofort mit wenigen Drehungen leuchten. In der Bedienungsanweisungb wurde jedoch darauf hingewiesen, daß man damit niemandem in die Augen leuchten sollte, da diesschädlich sei. Sind LED-Leuchten im Haus für das Auge unschädlich ?
Antworten - Kommentar von Welke (22.09. 2011 13:35 Uhr):
Sehr geehrter Herr Vaupel, sehr gut, das Thema aufzugreifen. Ich biete seit Monaten die neue Technologie gewerblichen Nutzern an. Mit 2 .. 4 Jahren sind diese meist amortisiert. Doch fehlt den Anbietern, die Stiftung Warentest auf die ersten Plätze hiefte, noch die für Gewerbe wichtige VDE-Zertifizierung. Da sind wohl NewComer in D schnelle, da diese keine Konkurrenzprodukte im eigenen Haus aufbauen. Mit Produtkion in D und Korea gibt es CE, TÜV und VDE-Zertifikat. Größte Effekte der Einsparung bietet die Ablößung von Halogenleuchten und sogar Straßenbeleuchtung. Alles Gute V. Welke Dipl. Ing + Gesundheitswissenschaftler
Antworten - Kommentar von Markus (22.09. 2011 23:27 Uhr):
3 Steps zur richtigen LED Beleuchtung. Gelesen unter: www.ledshift.com/3German.html
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