Bernanke und die Rezession
Hernik Voigt in Wave Daily
vom 18. März 2009, 13:00 Uhr
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Aber Moment mal: US-Notenbankchef Bernanke stellte kürzlich doch ein Ende der Rezession im zweiten Halbjahr in Aussicht. Also wird doch alles gut? Nun ja, dieser Mann ist leider nicht gerade ein Musterbeispiel an Glaubwürdigkeit und Prognosequalität. Er sagt seit über einem Jahr ein baldiges Ende der Rezession voraus, nachdem er geraume Zeit bestritten hatte, das wir uns überhaupt in einer solchen befinden. Ebenso war er fest davon überzeugt, dass die Bankenkrise niemals auf die Realwirtschaft übergreift. Spätestens die Schieflage von General Motors sollte ihn vom Gegenteil überzeugt haben.
Bleiben Sie deshalb skeptisch, wenn urplötzlich euphorische Meldungen über die Medien laufen. Kurse machen Nachrichten, selten umgekehrt.
Außerdem sind hierzulande bald Bundestagswahlen. Lassen Sie sich nicht zu blindem Aktionismus verleiten. Am Aktienmarkt fanden letzte Woche in großem Stil Eindeckungen von Leerverkäufen statt, was zu kräftigen Kursanstiegen vor allem bei den zuvor stark gefallenen Bankaktien führte. Die Medien versuchen bei solch extremen Kursbewegungen immer im Nachhinein plausible Begründungen dafür zu finden. Aber diese sind meist großer Unsinn.
Bärenmarkt-Rallye
Eine wirkliche Verbesserung der Lage bei den Banken oder bei der Konjunktur kommt nicht über Nacht, sondern zeichnet sich allmählich ab. Und diese Spuren kann man dann auch in den Charts sehen. Ich analysiere diese für Sie täglich. Sobald sich etwas abzeichnet, bekommen Sie von mir entsprechende Meldungen. Bislang haben wir jedoch nichts weiter als eine Bärenmarktrallye, wie ich Sie in der letzten Wochenausgabe angekündigt hatte, keine große Bodenbildung. Und in dem Umfeld bleiben wir vorsichtig und skeptisch, aber nutzen dennoch jede sich bietende Gelegenheit auf Kursgewinne ohne großes Risiko (wie zuletzt unseren Put-Positionen...)
Henrik Voigt
Chefredakteur Dax Profits
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