Berichtssaison positiv eröffnet
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 14. Juli 2010, 13:00 Uhr
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der für heute geplante Beitrag über die Halbjahresbilanz der US-Indizes ist sehr lang ausgefallen. So wollte ich heute die US-Märkte in die Betrachtung (Halbjahresbilanz) mit einbeziehen und die verschiedenen Aktienmärkte noch einmal genau beleuchten. Hierzu strapaziere ich Sie mit vielen statistischen Informationen. Doch die vielen Performance-Kennzahlen haben einen Sinn. Sie sollen Ihnen zeigen, wo wir uns aktuell eigentlich befinden und wie sich die Märkte entwickelt haben. Und das nicht nur in diesem Jahr, sondern auch langfristig.
Während wir bei isolierter Betrachtung der Schlagzeilen eigentlich von Tiefstständen ausgehen müssten, zeigen uns die Märkte nämlich ein deutlich positiveres Bild.
Sie werden erfahren, wie sich die US-Indizes in der ersten Jahreshälfte entwicket haben, warum dieses Jahr bisher so schwach verlief und warum die nächsten Tage richtungweisend sein können. Allerdings musste ich den Beitrag in 2 Teile splitten.
Im heutigen ersten Teil schauen wir uns die Entwicklung der ersten Jahreshälfte an. Neben den US-Märkten werfen wir noch mal einen Blick über alle behandelten Aktienindizes.
Am Freitag erhalten Sie den zweiten Teil, in dem ich die weitere Entwicklung bis zum heutigen Tage betrachte, Ihnen zeige, was es mit der in den US-Indizes viel diskutierten SKS-Formation auf sich hat und Ihnen einen Grund für das schwache Abschneiden der Aktienmärkte in diesem Jahr liefere.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.
Bevor es nun aber richtig los geht, noch zwei wichtige Dinge:
1. Positiver Start in die neue Berichtssaison
Alcoa enttäuschte den Markt nicht und konnte nicht nur wieder einen Gewinn für das abgelaufene Quartal ausweisen, sondern auch noch die Marktschätzungen schlagen.
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 22,8 Prozent auf knapp 5,19 Mrd. Dollar, nach gerade einmal 4,24 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Die Konsensschätzungen der Analysten lagen bei 5,05 Milliarden Dollar.
Beim Gewinn gab es ebenfalls einen satten Sprung nach oben: Nach einem Verlust von 454 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum konnte man nun einen Nettogewinn von 136 Mio. Dollar bzw. 13 Cent je Aktie ausweisen. Damit lag der Konzern auch hier über den Erwartungen, die einen Cent darunter lagen.
Als Gründe hierfür nannte der Konzern unter anderem die gestiegene Produktivität, höhere Auftragsvolumen, niedrigere Energiekosten und günstigere Wechselkurse, die die gesunkenen Preise für Aluminium kompensieren konnten. In den vergangenen drei Monaten war der Preis für eine Tonne Aluminium scharf von 2.400 Dollar auf rund 2.000 Dollar gefallen.
Was vielleicht noch viel wichtiger als die Zahlen der Vergangenheit war: Auch der Ausblick des Unternehmens konnte überzeugen.
Neben Alcoa haben inzwischen auch BMW und Intel zur positiven Stimmung beigetragen. Der Start in die neue Berichtssaison ist also erst einmal positiv verlaufen. Das dürfte für Erleichterung sorgen an den Märkten. Hoffen wir, das es so weiter geht. Diese Woche berichten ja noch einige Schwergewichte.
2. Und wieder politische Meinungsmache entlarvt
Was ich unbedingt noch kurz loswerden möchte, ist die Aufdeckung der aktuell diskutierten unsinnigen Aussagen der SPD und hier im speziellen des Herrn Gabriel. So lauten seine beliebtesten Worte aktuell, dass die FDP ihr Wahlversprechen "Mehr netto vom brutto" nicht halten konnte. Ebenso wird von einer Erhöhung des Beitragssatzes für die gesetzliche Krankenversicherung gesprochen.
Fakt ist, dass es im nächsten Jahr laut dem Bund der Steuerzahler MEHR NETTO VOM BRUTTO gibt. Es handelt sich also um eine glatte Falschaussage des Herrn Gabriel und seinen Genossen. Oder sollte ich gar von Lüge sprechen, um den (wie üblich) nicht so informierten Wähler erneut zu täuschen?!
Und auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es keine Beitragserhöhung, sondern die von Anfang an im Rahmen des Konjunkturpaketes II temporär gesenkten Beiträge werden nun wieder wie geplant am 31.12.2010 auslaufen und somit auf das Niveau vor der Krise zurück geführt.
Ob ich das nun gut oder schlecht finde (natürlich eher schlecht), spielt hier keine Rolle. Wichtig ist mir, dass man schön bei der Wahrheit bleibt. Sie wissen inzwischen, dass mich die Manipulation der Wähler durch bewusste Falschaussagen oder das Weglassen von Informationen (was im Endeffekt zum selben Ergebnis führt) tierisch nervt.
Kommen wir nun aber zur weiterführenden Analyse der wichtigsten Indizes.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Reinhold Jung (15.07. 2010 13:50 Uhr):
Zum Thema politische Meinungsmache entlarft, folgender Kommentar. Wenn man öffentlich Kommentare abgibt, sollte das zur Sache sein. Wenn man aber schwarzgefärbt ist sollte man dies auch den Lesern mitteilen und dazu stehen. Es könnte auch sein, dass der Schreiber von dieser Richtung finanziert wird und so vieleicht die Leser beeiflussen soll.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (15.07. 2010 15:40 Uhr):
Guten Tag Herr Jung! - - - Ich möchte mit meinen kleinen Ausflügen in die Politik lediglich die Sensibilität für den Umgang mit irreführenden Aussagen fördern. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Couleur diese Aussagen sind. Sie können aber sicher sein, dass ich von keiner Partei finanziert werde. Mir geht es einfach darum, dass man beim "Schießen" gegen die politischen Gegner, egal aus welcher Richtung und egal in welche Richtung, bei der Wahrheit bleibt. - - - Man ertappt naturgemäß insbesondere die Opposition bei solchen Irreführungen der Wähler. Vielleicht werde ich in Zukunft vor diesem Hintergrund auch mal Aussagen aus den Reihen der NRW-FDP oder NRW-CDU flankieren, die ja bekanntlich seit kurzem auf der Oppositionsbank Platz nehmen dürfen. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (15.07. 2010 15:40 Uhr):
- Kommentar von Klaus Lage (15.07. 2010 16:13 Uhr):
Ihren politischen Standort kennt man inzwischen. Jetzt sollte es reichen. Unterlassen Sie Ihre Polemik gegen die SPD und Herrn Gabriel. Falschaussagen und Lügen bei den aktuellen Krisenfragen und Belastungsproblemen der Steuerzahler können genau so gut für Frau Merkel und Konsorten nachgewiesen werden. Und das Merkelsche Marionetten-Theater mit dem Dauergrinse-Präsidenten ist auch nicht grad eine Empfehlung für politischen Inhalt und Qualität. Sie sehen, wer einmal mit politischer Polemik anfängt, kann sie selbst auch eimerweise erhalten. Ich erwarte hier wirtschaftlich fundierte Aussagen und keine billige parteipolitische Polemik!
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (16.07. 2010 09:13 Uhr):
Guten Tag Herr Lage, ich kann nicht nachvollziehen, warum Sie sich so sehr daran stören, dass ich hier auf offensichtliche und nachweisbare Falschaussagen hinweise. Werfen Sie doch einmal einen Blick auf meine Antwort, die ich auf einen anderen Kommentar zu diesem Beitrag gegeben habe. - - - Entgegen Ihrer Annahme bin ich kein Fan von Frau Merkel und auch die Leistungen der aktuellen Koalition auf Bundesebene schätze ich eher gering ein. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (16.07. 2010 09:13 Uhr):