Berichtssaison - Big-Player veröffentlichen regelmäßig positive Zahlen
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 19. Juli 2010, 13:00 Uhr
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Berichtssaison
Die Berichtssaison verläuft bisher sehr gut. Die Big-Player am Markt veröffentlichen regelmäßig sehr positive Zahlen.
So konnte auch General Electric die Erwartungen beim Gewinn übertreffen. Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal den Gewinn um 16% auf 3,11 Mrd. Dollar, bzw. 28 Cent je Aktie steigern. Analysten hatten mit 27 Cent gerechnet. Allerdings fiel der Umsatz um 4 % auf 37,44 Mrd. Dollar. Doch auch hier hatten die Analysten mit weniger (37,3 Mrd. Dollar) gerechnet.
Der Suchmaschinen-Primus Google hat im zweiten Quartal seinen Umsatz um 23 Prozent auf 6,8 Mrd. Dollar verglichen zum Vorjahreszeitraum steigern können. In gleichem Maß stieg auch der Gewinn auf 1,8 Mrd. Dollar. Ohne Sonderposten belief sich das Ergebnis je Aktie auf 6,45 Dollar. Analysten hatten jedoch im Durchschnitt mit 6,52 Dollar gerechnet und wurden somit enttäuscht.
Die Bank of America verdiente mit netto 3,12 Mrd. Dollar oder 27 Cent je Aktie weniger als im Vorjahr (3,2 Mrd. bzw. 33 Cent je Aktie), übertraf damit jedoch ebenfalls die durchschnittlichen Analystenerwartungen von 22 Cent je Aktie. Die Einnahmen abzüglich der Zinsaufwendungen fielen um 11% von 32,8 auf etwas mehr als 29 Mrd. Dollar.
Das Unternehmen stellte 8,1 Mrd. Dollar für Kreditverluste zurück und damit weniger als im ersten Quartal und im Vorjahreszeitraum. Die Kreditkosten sanken bereits das vierte Quartal in Folge.
Die Bank of America hatte sich mit der Milliardenübernahme der Investmentbank Merrill Lynch Anfang 2009 verhoben und musste vom Staat gestützt werden. Die Hilfen wurden inzwischen aber zurückgezahlt.
Auch bei der Citigroup sank der Gewinn. Sogar sehr deutlich auf 2,7 Mrd. Dollar oder 9 Cent je Aktie nach 4,3 Mrd. Dollar oder 49 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Niedrigere Einnahmen, vor allem im Investmentbanking, drückten auf den Gewinn. Insgesamt gingen die Erträge auf 22,1 Mrd. Dollar zurück, von 33,1 Mrd. Euro im Vorjahr.
Auch hier sanken die Ausgaben für faule Kredite, was den Rückgang jedoch nicht kompensieren konnte.
Auch diese Bank hatte die US-Regierung in der Finanzkrise gestützt und mit insgesamt 45 Mrd. Dollar einen Anteil von 27 Prozent übernommen. Inzwischen verkauft der Staat die Aktien aber nach und nach
Bei den Banken zeichnet sich somit eine Tendenz ab. Das Investment-Geschäft verläuft wegen der sehr schwierigen Bedingungen am Markt (Sägezahnmarkt) schleppend. Es werden zwar Gewinne in Milliardenhöhe erwirtschaftet, ein Großteil entsteht jedoch wegen der geringen Kreditkosten (Zuschreibungen).