Über eine Art Lastenausgleichsregelung nachdenken
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 4. Januar 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Noch am Silvester-Tag des Jahres 2010 appellierte der Vorsitzende des deutschen Beamtenbunds, Peter Heesen, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa an die Politik, die hohe Staatsverschuldung mit einem Teil der Bundesbank Goldreserven zu verringern.
Nationaler Aktionsplan zum Schuldenabbau"
Darüber hinaus forderte er einen nationalen Aktionsplan zum Schuldenabbau". Das Problem der Altschulden müsste im Rahmen einer nationalen Aktion zu einem ernsthaften Gegenstand politischen Handelns werden. Die Schuldenbremse für die Haushalte von Bund und Länder reiche nicht aus. Insofern komme auch in Betracht, Schulden aus öffentlichen Haushalten auszugliedern. Bspw. in Schuldenfonds.
Kaum noch Gestaltungsspielräume übrig
Derzeit gebe es in den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden kaum noch Gestaltungsspielräume. So betrage bspw. in Niedersachsen die Neuverschuldung im Jahr 2011 2,3 Milliarden Euro. Dies sei genauso hoch wie der Zinsdienst für die Altschulden. Anders formuliert dient die Nettokreditaufnahme nur dem Zinsdienst der Altschulden. Beim Bund sei die Situation vergleichbar. Bund, Länder und Gemeinden schieben einen Altschuldenberg in Höhe von 1,8 Billionen Euro vor sich her.
Nachdenken über eine Art Lastenausgleichsregelung
Herr Heesen schlug in diesem Kontext auch vor, über eine Art Lastenausgleichregelung nachzudenken und die, die mehr Geld haben, stärker zu belasten. Schließlich habe Heesen zufolge auch der Millionär etwas davon, wenn die Altschulden und damit auch das Inflationsrisiko sinken würden.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, nach der Forderung des DIW-Chefs Zimmermann, eine einmalige Vermögensabgabe zu erheben, ist es nun auch der Chef des Beamtenbunds Heesen, der eine Art Lastenausgleichsregelung vorschlägt. Einzig fraglich wird sein, wann und wie am Ende des Tages die praktische politische Umsetzung ausfallen wird. Sicher scheint allerdings, dass die Vorsprecher für politisch ausgereifte Ideen zur Vermögensabschöpfung derzeit den Boden für künftige Maßnahmen bereiten.
Ob es am Ende des Tages sehr weise ist, mitten in der Euro-Krise einen Teil der Bundesbank-Goldreserven zu veräußern, steht ohnehin auf einem anderen Blatt. Wie auch immer, gestern kostete eine Unze Gold 1414 Dollar bzw. 1058 Euro. Für eine Unze Krügerrand mussten 1100 Euro bezahlt werden. Der Silberpreis lag am Abend bei 30,7 Dollar bzw. 23 Euro. Eine Unze Wiener Philharmoniker in Silber gab es für 26,6 Euro. Aus dem Edelmetallhandel wird von weiter robuster physischer Kaufnachfrage berichtet.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Morian (04.01. 2011 08:00 Uhr):
Wir versaufen unser Omma ihr klein Häuske, klein Häusken , klein Häusken . Wir versaufen unser Omma ihr klein Häusken , und die Bundesbank noch dazu.
Antworten - Kommentar von Rettich (04.01. 2011 09:43 Uhr):
Schön, da schlägt also ein Vertreter der Beamten vor, nicht diejenigen an den Lasten zu beteiligen, die dank Ihrer Gehälter und ihrem Wirken maßgeblich zu den Schulden beigetragen haben, und die dies in den nächsten Jahren noch viel schlimmer vorhaben, dank der explodierenden Pensionszahlungen (nämlich die Beamten), sondern diejenigen, die bereits in der Vergangenheit überdurchschnittliche Abgaben und Steuern zu tragen hatten, sollen teilenteignet werden. Begründung: sie hätten ja auch etwas davon, wenn jemand, der mit Steuereinnahmen, die Jahr für Jahr in der Höhe neue Rekorde erreichen (so wie vorletztes, und noch extremer letztes Jahr), nicht vernünftig wirtschaften kann, noch mehr Einnahmen generiert, statt die Beamten zu bestrafen, die das Geld an allen Ecken und Enden für Dummfug aus Fenster und Türen werfen. Wo bleibt hier der Sturm der Entrüstung? Das Gold nun zu verkaufen macht jedoch m.E. Sinn, wenn nicht bei Rekordpreisen, wann dann? Geben war, bei durch Spekulation getriebenen Höchstpreisen, in der Vergangenheit immer seliger denn nehmen. Für Gold erhält man bekanntlich keine Zinsen, für die Staatsanleihen, zahlen wir jedoch, seit letzten Oktober schon 50 % mehr. Und – wer weiß schon, ob wir es später noch verkaufen können, wenn die Amis so weitermachen? Ob ihnen dann nicht etwas einfällt, warum das bei Ihnen eingelagerte Bundesbankgold (damals aus Angst vor den Russen, zumindest offiziell), besser nicht in der Verfügungsgewalt des Eigentümers, sondern besser beim derzeitigen Besitzer bleibt? Wäre doch sinnvoller es jetzt zu verkaufen, und wenn der Preis z.B. in 10 Jahren sich geviertelt hat, wieder zurückzukaufen, sollten wir dann übriges Geld, oder niedrigerere Zinsen haben (was ich beides nicht glaube), dann aber in D einzulagern.
Antworten- Antwort von Herbert Bellschan von Mildenburg (10.01. 2011 07:13 Uhr):
Sehr sinnvoll GOLD zu Hoechstpreisen verkaufen und bei Tiefstpreisen wieder zurueckkaufen..Frage:Ist das GOLD in den USA fuer die BRD noch vorhanden und vefuegbar?Wieviel TONNEN?
- Antwort von Herbert Bellschan von Mildenburg (10.01. 2011 07:13 Uhr):
- Kommentar von Achim Möller (04.01. 2011 09:52 Uhr):
Schauen Sie mal auf "Hurrawirtilgen.de". Wie ich finde eine bemerkenswerte Initiative mit den richtigen Erkenntnissen. Freundliche Grüße, Achim Möller
Antworten - Kommentar von Hubert Haag (04.01. 2011 22:14 Uhr):
Herr Heesen solte lieber darüber nachdenken, wie man am schnellsten den Beamtenstatus abschaffen kann. Denn diese Beamten haben noch nie etwas für die Renten beigetragen, bekommen aber mehr rente als alle anderen, die Jahrzente dafür bezahlt haben!!!!
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