Ben Bernankes Einfluss auf die Rohstoffpreise
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 08. Juni 2006 20:45 Uhr
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Wie weit geht die Korrektur noch?
Wow was für eine Woche. Da fährt man ein paar Tage weg und der Preis für die Basis- und Edelmetalle korrigiert weiter. Ich denke, dass der Schlüssel zu den Preisprognosen momentan in den Aussagen des neuen FED-Chefs Ben Bernanke zu finden ist.
Dieser scheint sich auf seinem neuen Posten eine Konjunkturdelle zu Recht zu legen. Das ganze riecht mir sehr nach der altbekannten Manipulation des Marktes. Zuerst hat Greenspan die Wirtschaft in den USA unverhältnismäßig und über alle Maße hinausgehend aufgeblasen und einen Rohstoffboom geschaffen. Jetzt möchte Berrnanke diese Politik fortsetzen, jedenfalls hat er das früher immer wieder gesagt.
Allerdings geschieht dies mit einer Verzögerung, denn Ben Bernanke möchte wie sein Vorgänger Greenspan als der große Retter der US-Konjunktur dastehen. Bernanke tritt bewusst kräftig aufs Bremspedal der Inflationsbekämpfung und vertraut letztendlich darauf, dass noch genügend Sprit im Tank für eine weitere Beschleunigung besteht.
Die große Gefahr ist dabei natürlich der US-Dollar, der mit dieser Politik stetig weiter an Wert verliert und zu einer Flucht ins Gold führt. Ich bin mir sicher, dass der Sommer für Rohstoffanleger nicht so ergiebig sein wird, wie das erste Quartal. Aber tiefe Kurse sind kein Argument zum Verkaufen sondern Kaufchancen. Der Bullenmarkt in den Rohstoffen ist intakt.
Bislang nichts Dramatisches
Kupfer hat von seinem Hoch mittlerweile 12 % verloren, Aluminium 15 %, Zink 10 % und Blei 17 %. Ich denke die Korrektur kann noch etwas weiter gehen. Nach den stattgefundenen Anstiegen wären selbst Preisrückgänge von 20-30 % nichts Ungewöhnliches und würden den generellen Aufwärtstrend der Rohstoffpreise nicht gefährden.
Kurzfristig schossen zwar in den letzten Monaten enorm viele Anlagegelder in die neuen Investmentkategorie der Rohstoffe und oftmals gibt es am Anfang einer solchen Phase einen Preisrücksetzer um die schwachen Hände abzuschütteln. Trotzdem sind wir noch weit davon entfernt, dass die Rohstoffe als Anlageklasse akzeptiert werden. Das wichtigste für einen Anleger ist dabei zu diversifizieren und nicht alles auf eine Karte zu setzen.
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