Beim Crash dabei und trotzdem Geld verdienen
Profit Radar
vom 9. November 2011, 19:00 Uhr
ENL5454
Wie oft trifft man schon genau eine Korrekturphase in so volatilen Märkten? Und wie schnell erhöhen sich durch die Hebelwirkung die Verluste, wenn man auf dem falschen Fuß erwischt wird. Mit Reverse-Bonus-Zertifikaten hat man lukrativere Gewinnchancen in mehr Marktszenarien - und wenn es tatsächlich zu einem Crash kommt, ist man auch mit dabei.
Es gibt alternativ auch Capped-Reverse-Bonus-Zertifikate, wo der Anleger nur bis zu einer bestimmten Schwelle an Kursverlusten partizipiert. Dafür ist in diesem Fall die Bonus-Prämie oftmals höher. Diese Produkte eignen sich also besonders für Phasen, wo der Markt seitwärts läuft oder nur moderat ansteigt oder fällt.
Eine Warnung muss allerdings ausgesprochen werden, wenn man über Reverse-Bonus-Zertifikate spricht. Es gibt auch ein Totalverlustrisiko, das in den Medien kaum beschrieben wird. Wenn der Kurs des Basiswertes über die Kursschwelle ansteigt, kann der Wert ja theoretisch unbegrenzt weiter ansteigen.
Deshalb haben viele Emittenten eine Regelung, dass das Zertifikat wertlos verfällt (bzw. ein Restwert wird ausbezahlt), wenn sich der Kurs des Basiswertes gegenüber dem Basispreis bei Emission verdoppelt. Das ist jedoch ein Szenario, was einige Zeit braucht. Bis dahin kann man das Produkt locker verkaufen oder sich ausstoppen lassen.
Wenn Sie also darüber nachdenken, von fallenden Kursen zu profitieren oder eine Absicherungsposition in ihr Depot aufzunehmen, dann schauen Sie sich auch Reverse-Bonus-Zertifikate an. Natürlich kann eine solche Position die Verluste eine vollen Long-Depots nie voll auffangen. Aber dazu kommen wir in der nächsten Ausgabe.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi