Bei Orocobre verleiht das Doppellisting zusätzliche Phantasie
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 12. März 2010, 17:00 Uhr
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Damit sind wir bereits beim nächsten Thema angelangt, der Kapitalerhöhung. Das eine hat in diesem Fall viel mit dem anderen (der Psychologie) zu tun. Denn bei Arafura geht es mit der Kapitalerhöhung darum, das Geld für die weitere Arbeit zu erhalten. Der Preis für die neuen Aktien wurde bereits bei der Ankündigung festgelegt und wird mit 0,62 AUD deutlich unter dem Ausgabepreis der alten Aktien liegen. Damit ist der Aktie bis zum Abschluss der Kapitalerhöhung erst einmal jede Phantasie auf Kurssteigerungen genommen. Trader verabschieden sich nach dieser Nachricht sofort von ihrem Investment, denn es handelt sich für sie kurzfristig um totes Kapital.
Bei Orocobre steht der Ausgabekurs für die neuen Aktien noch nicht fest. Er wird mit einem Bookbuildingverfahren ermittelt werden. Die Kapitalerhöhung wurde beschlossen, weil die Aktie an der renommierten TSX in Kanada ein Doppellisting erhalten soll. Leider (für bereits investierte Anleger) ist es hier üblich, dass zu diesem Zweck neue Aktien ausgegeben werden. Das hängt mit der amerikanischen Börse und deren Spezialitäten zusammen. Sowohl für Kanadier als auch für US-Amerikaner ist das Anlagespektrum zu Hause so groß, dass wenig außerhalb Amerikas angelegt wird. Wenn überhaupt, dann eher in Europa oder Asien. In die teure (im Sinne der Handels-Gebühren) australische Börse wird kaum investiert.
Wird der Ausgabepreis bei Orocobre sogar über dem aktuellen Kurs liegen?
So kommt es zu dieser Kapitalerhöhung bei Orocobre. Es ist zu erwarten, dass der Preis der neuen Aktien nicht nennenswert unter demjenigen der alten liegen wird. Denn zur Zeit ist der Kreis der Anleger angesichts bisher kaum durch Kapitalerhöhungen verwässerter Aktien noch sehr klein. Manchmal kommt es bei solchen Titeln dann sogar vor, dass der Ausgabepreis über dem Börsenkurs liegt. Denn wo kaum jemand seine Aktien verkauft (angesichts des Kurses auf Allzeithoch), hat auch kein amerikanischer institutioneller Investor die Chance, über die Börse ausreichend Stücke zu erhalten, ohne den Kurs in schwindelerregende Höhen zu treiben. Zum Vergleich: Bei Arafura finde ich bei Reuters eine Anzahl ausstehender Aktien von 287,96 Mio., bei Orocobre sind es gerade einmal 66,80 Mio. Stücke.
Soviel heute erst einmal zu den Hintergründen der unterschiedlichen Reaktionsweise der beiden Aktien auf eine vergleichbare Nachricht. Ich werde in der kommenden Woche noch weiter darauf eingehen. Dann wollen wir uns ganz genau ansehen, welche Auswirkungen die unterschiedlichen Rohstoffe, um die es hier jeweils geht, auf die Entwicklung einer Produktion (und den Aktienkurs) haben.
Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende. Herzliche Grüße,
Ihre Daniela Knauer
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Schmid (15.03. 2010 10:48 Uhr):
Sehr geehrte Frau Knauer, gerne nehme ich Ihr Angebot an und würde mich über weitere Informationen aus dem Lithiumbereich freuen. Gibt es eigentlich noch eine andere Möglichkeit mit Ihnen Kontakt aufzunehmen ? MfG U. Schmid
Antworten - Kommentar von Knauer (15.03. 2010 16:27 Uhr):
Hallo Herr (oder Frau?) Schmid, gern werde ich weitere Details über den spannenden Lithiummarkt berichten, schon seit zwei Jahren eines meiner Steckenpferde. Wenn Sie mich erreichen wollen, können Sie gern auch die Mailadresse info@investor-verlag.de nutzen, die am Ende jedes per Mail versendeten Dailys eingeblendet ist. Herzliche Grüße, Daniela Knauer
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