Bei jungen Emerging Markets ist „Buy and Hold“ Trumpf
Profit Radar
vom 9. November 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
Oder nehmen wir den brasilianischen Bovespa: Zwischen 2000 bis 2003 konnten Sie im brasilianischen Aktienmarkt für 4 Jahre kaum Geld verdienen. Der Bovespa fiel auf 10.000 Punkte zurück - nur um dann in den kommenden 5 Jahren bis 2008 auf über 70.000 Punkte anzusteigen.
Einer der Gründe ist, dass die Emerging Markets damals nicht im Fokus des großen Geldes der Investmentfonds und Pensionsfonds standen. Wenn dann ein Markt durchstartete, dann tauchte diese Börse auf immer mehr Schirmen der großen Fonds auf, die dann auf den Zug aufsprangen.
Wie gesagt: Diese Situation hat sich bei den großen Emerging Markets in den letzten Jahren, vor allem durch den Erfolg des BRIC-Konzeptes, etwas gewandelt. Aber für kleine Emerging Markets gilt dieses Phänomen weiterhin.
Deshalb ist Trading in so kleinen Märkten sehr schwierig und deshalb bietet sich hier vielmehr eine langfristige „Buy and Hold"-Strategie an. Denn die Seitwärtsbewegungen können oftmals wesentlich länger dauern, als man denkt. Und dann wirft man entnervt das Handtuch und ist dann bei der nächsten Aufwärtsbewegung nicht dabei.
Zudem gibt es für die „Next 11"-Länder kaum gute Derivate, um damit aggressiv zu traden. Für den südkoreanischen Index Kospi gibt es mehr als genug Optionsscheine und Hebelzertifikate.
Das ist okay. Aber schon beim mexikanischen Bolsa, immerhin nach Brasilien der größte Aktienmarkt in Lateinamerika, gibt es kaum Derivate. Von kleineren Märkten wie Vietnam oder Indonesien brauchen wir da gar nicht zu sprechen.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi