Begrenzen Sie Ihre Verluste!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 17. März 2010, 08:30 Uhr
Verluste wollen wir alle doch nicht nur beim Trading vermeiden. Doch diese gehören nun einmal zum Traden dazu. Oder kennen Sie Trader, die keine Verlust-Trades produzieren? Ich nicht, und ich kenne sehr viele! Während das Erzielen von Gewinnen leider nicht kalkulierbar ist, können Sie Ihre Verluste exakt planen bzw. begrenzen. Und das sollten Sie auch unbedingt tun! Nutzen Sie daher Stopp-Orders bei Ihrem Trading!
Ein Verlust oder eine Verlustserie, die ihr Trading-Kapital um 20% minimiert, macht einen anschließenden Gewinn von 25% notwendig, um wieder Break-even zu sein. Erst danach schreiben Sie wieder „echte" Gewinne. Wie wichtig eine Verlustbegrenzung ist, zeigt sich am zweiten Beispiel. Verlieren Sie 50%, so müssen Sie 100% zulegen! Während das Erzielen von Gewinnen nicht kalkulierbar ist, können Sie Ihre Verluste exakt planen bzw. begrenzen. Und das sollten Sie auch unbedingt tun! Nicht ab und an, sondern immer. Setzen Sie daher bei jeder Positionseröffnung einen Stopp. Diese Woche werde ich Ihnen täglich neue Kriterien aufzeigen, die im Zusammenhang mit der Verlust-Begrenzung von Interesse sind. Zu diesem Thema können Sie sich auch ein Lehr-Video (Der Einsatz von Stopp-Orders) auf den Seiten des CFX Broker ansehen.
Welche der Kriterien letztlich bei Ihnen für eine Verlustbegrenzung angewandt wird, ist nicht entscheidend. Für ein Überleben an den Märkten unabdingbar ist letztlich nur eines: Sie müssen konsequent eine Verlustbegrenzung anwenden. Wo der Stopp platziert wird, hängt von Ihrem Risiko- und Geldmanagement bzw. Ihrer Risikoneigung und Ihres Anlagehorizonts ab. Umso kürzer Ihr Handel ausgelegt ist, umso enger sollte auch die Risikobegrenzung ausfallen. Andersherum sollte einem langfristig geplanten Trade mehr Raum zum Entwickeln gelassen werden. Besonders ärgerlich ist es, wenn eine gut geplante Trading-Idee zündet, Sie aber bereits vorher knapp ausgestoppt wurden.
Nachfolgend nun die Kriterien, die für eine Stopp-Setzung bzw. Verlustbegrenzung in Frage kommen. Beachten Sie dabei, dass ein Trader selten nur eines der Kriterien zum Trade-Ausstieg heranzieht. Die Kriterien sind also miteinander zu betrachten und sollen Sie in den nächsten Ausgaben sensibler für dieses so elementare Trading-Thema machen. Meine Erfahrung zeigt, dass leider immer noch zu viele Anleger zu selten bewusst einen Stopp setzen.
Stopp-Kriterien in Abhängigkeiten von ...
- Risikoneigung/ Psychologie
- Kontogröße
- Chart und Markttechnik
- Zeit
- Volatilität
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