Beerdigung in Pittsburgh
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Paris in Investors Daily
vom 10. Mai 2004 18:00 Uhr
ENL5454
*** Ich erinnere mich an die Worte eines Freundes, eines alten französischen Obersten.
"Wir konnten jede Schlacht in Algerien gewinnen. Aber die Integrität unserer Armee wurde zerstört." Mehr dazu im nächsten Beitrag ...
*** Unser unbezahlter Korrespondent in Pittsburgh, Byron King, schreibt von dort:
"Letzte Woche war ich bei der Beerdigung eines Verwandten. Er war einer der 1.000 oder so amerikanischen Veteranen des Zweiten Weltkriegs, die jeden Tagen sterben. Er hatte in der US-Marine gedient. Das Schicksal ließ in 1944 und 1945 im Pazifik gegen die Japaner kämpfen, und auch in Korea, 1950 bis 1952. Er hatte nicht viel von seinen Kriegserlebnissen erzählt. Er sagte nur, dass er 'eine Menge schlimmer Dinge' gesehen hatte. Er war ein großartiger Mensch. Er war freundlich und gesund, ein guter Tänzer und er sang gerne und gut. Nach dem Krieg hatte er als Geschäftsmann in verschiedenen Bereichen Erfolg gehabt, und er hatte sich ein respektables Vermögen erarbeitet. Er war ein guter Ehemann und Vater. Er lebte seine Religion und glaubte an die Dinge, die wirklich wichtig sind. Er starb geliebt von seiner Familie und von seinen Freunden, und sein Leben wurde nach katholischer Tradition gefeiert."
"Bei der Beerdigung läuteten die Glocken, als sein Sarg in die Kapelle getragen wurde. Ich erkannte auf einmal im Läuten eine hier in den USA bekannte Melodie: 'From the Halls of Montezuma, to the shores of Tripoli ...'".
"Die Liturgie ging weiter, eine Mischung aus alten und modernen Riten, gemischt mit privaten, persönlichen Worten und stillen Gebeten. Am Ende der Zeremonie beugte sich der Priester nach vorne, er küsste den Sarg und segnete den Mann und sein Leben: 'Gut gemacht, guter und gläubiger Diener. Tritt jetzt ins Himmelreich ein.'"
"Wo dieser Verwandte von mir seinen Glauben fand, das kann ich nicht sagen. Aber er glaubte bis zu seinem Tod an seine Religion. Und seine Religion ließ ihn den Glauben bewahren, um ihn in das große Mysterium zu verabschieden, das jenseits des menschlichen Verständnisses liegt."