BASF: So schön kann die Berichtssaison sein
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Dax 30
vom 21. Oktober 2010, 14:30 Uhr
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BASF steuert auf das beste Geschäftsjahr seiner Geschichte zu. Der Chemie-Gigant hat gestern erste Zahlen für den Geschäftsverlauf des dritten Quartals vorgelegt und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben.
Der Umsatz im stieg von Juli bis einschließlich September gegenüber dem Vorjahr um 23% auf 15,8 Mrd. Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 77% auf 2,2 Mrd. Euro, das Ebit sogar um 122% auf 2,15 Mrd. Euro. Damit wurde das hohe Umsatz- und Ergebnisniveau des zweiten Quartals fortgesetzt. Kumuliert legte der Umsatz in den ersten neun Monaten 2010 um 27% auf 47,5 Mrd. Euro zu, das Ebit vor Sondereinflüssen um 89% auf 6,4 Mrd. Euro und das Ebit um 127% auf 6,1 Mrd. Euro.
Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen weiterhin eine gute Geschäftsentwicklung und erhöht daher die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Für 2010 rechnet BASF mit einem Umsatz von circa 63 Mrd. Euro sowie einem Ebit vor Sondereinflüssen von über 8 Mrd. Euro. Dies übertrifft die bisherigen Höchstwerte aus den Jahren 2007 und 2008.
Bestes Beispiel für operative Exzellenz
Diese Spitzenwerte spiegeln die hohe Dynamik, das verbesserte Portfolio und die operative Exzellenz der BASF wider, die im derzeit günstigen konjunkturellen Umfeld ihre volle Wirkung entfalten. Diese Stärke zeigt auch der operative Cashflow, der in den ersten neun Monaten mit 5,3 Mrd. Euro einen sehr hohen Wert erreicht hat.
Bei der längerfristigen Wirtschaftsentwicklung sieht BASF trotz der aktuellen guten Ergebnisse eine Reihe von Unsicherheiten. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich die wirtschaftliche Dynamik der vergangenen Monate in 2011 unverändert fortsetzen wird. Daneben geben es weitere Unsicherheitsfaktoren wie beispielsweise die hohe Verschuldung zahlreicher Länder, die notwendige weltweite Konsolidierung der staatlichen Haushalte oder volatile Rohstoff- und Devisenmärkte. Die gewohnt konservative Prognose des Konzerns für 2011, die auf ein möglicherweise nachlassende Wachstum hindeute, könne angesichts des starken Basiseffekts aus dem laufenden Jahr kaum als Überraschung gesehen werden, erklärt Analyst Stephan Kippe von der Commerzbank. Er geht davon aus, dass die Konsensschätzungen sowohl für 2010 als auch für 2011 nach oben revidiert werden müssen.
Reaktion von Analysten und Experten durch die Bank weg positiv
Überhaupt: Die Analysten reagierten prompt und durch die Bank weg positiv auf das "vorfristige" Zahlenwerk. Die Commerzbank beispielsweise bekräftigte ihre Empfehlung „Kaufen" mit einem Kursziel von 51 Euro. Auch Analyst Thorsten Strauß von der NordLB wiederholte seine Kaufen-Empfehlung für BASF-Papiere und hob das Kursziel von 53,00 auf 56,00 Euro an. Die Eckdaten zum dritten Quartal knüpften an die sehr guten Resultate des traditionell stärkeren zweiten Quartals an und hätten die Markterwartungen übertroffen. Auch bei der Anhebung der Ziele für das Gesamtjahr habe der Konzern positiv überrascht. Den Verweis von BASF auf Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bezeichnete er als den "üblichen konservativen Blick des Vorstands auf die Unternehmensperspektiven".
Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für BASF nach Quartalszahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 65,00 Euro belassen. Da BASF seine Ergebnisprognose angehoben habe, werde er seine Schätzungen nach der Präsentation der detaillierten Zahlen nochmals überarbeiten. Das Gewinn-Momentum spreche für die Papiere, 2011 sollte der Konzern darüber hinaus von der Integration von Cognis profitieren. Martin Rödiger von Cheuvreux bestätigte BASF nach nach den Quartalszahlen als Kaufempfehlung auf seiner "Selected List" mit einem Kursziel von 61,00 Euro.
Auch von Seiten der deutschen Börsenbriefe gab es Lob für das Zahlenwerk. Florian Westermann von Der Aktionär schreibt beispielsweise in seiner aktuellen Einschätzung: "Die vorgelegten Ergebnisse und der optimistische Ausblick lassen Raum für weitere Kursgewinne. Aus fundamentaler Sicht ist die Aktie weiterhin sehr aussichtsreich. Mit einem 2011er-KGV von 11 ist der Wert moderat bewertet, zumal BASF seinen Anteilseignern auch wieder eine ordentliche Dividende zahlen dürfte."
Und auch mein geschätzter Kollege Jürgen Schmitt vom AKTIEN-MONITOR sieht in der Aktie von BASF einen klaren DAX-Favoriten. Er hat BASF soeben neben sechs anderen deutschen Standardwerten in einer speziellen DAX-Sonderanalyse bewertet. Wenn Sie diese großartige AKTIEN-MONITOR-Analyse in vollem Umfang lesen möchten, dann kann ich Ihnen den Geheim-Tipp geben, sich HIER und JETZT für das exklusive 30-tägige GRATIS-Probeabo vom AKTIEN-MONITOR anzumelden.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Börsentag.
Ihre
Cindy Bach
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