Bank of Japan mit Wachstumsbestätigung
Andreas Schnappberger in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 14. September 2006 08:30 Uhr
ENL5454
Japanisches Wachstum setzt sich fort
Am gestrigen Mittwoch hat die Bank of Japan nochmals bestätigt, dass sich das japanische Wachstum weiter fortsetzt und durch die letzte Zinsanhebung ein wenig an Fahrt gewinnt. Von den Hochkursen bei EUR/JPY von 149.50-80 in den letzten Tagen hat sich das Währungspaar zwar entfert, ist aber doch nicht unter Druck geraten. Fast kommt es einem so vor also ob die ganze Tradergilde jetzt auf den Samstag mit dem G7 Treffen in Singapur auf Seitenlinie bleibt. Volatilität voraus Aber nicht nur das G7 Treffen am Wochenende wird den Markt beeinflussen. Nein, bis zum Mittwoch ist noch einiges geboten. Tagen da noch die Weltbank und der Internationale Währungsfond. Ist die bisherige Yen-Schwäche eine ausgemachtes Thema für das Wochenende, so wird man auch anden anderen Tagen sehr genau hinhören, ob es durch die Blube Neuigkeiten gibt. Für die ein oder andere Überraschung dürfte also gesorgt sein. Vor allem, wenn China auf eine Yuan Aufwertung zusteuern würde. Traditionell war es bislang immer so, dass auch der Yen profitieren konnte, wenn es dem Yuan gut ergangen ist. Diesen möglichen Effekt wird der Yen auch diesmal in Betracht ziehen, sollten die Gespräche zur Yen-Schwäche diesen Umweg nehmen. Als Yen-Trader möchte ich jedenfalls keine Position über das Wochenende haben. Das Ganze wäre zwar aufregend, naja vielleicht zu aufregend.
USD auf dem Vormarsch
Der Greenback gewinnt weiter an Fahrt gegenüber den US Dollar und konnte gestern im Tagesverlauf klar die psychologische Marke von EUR/USD 1.2700 nach unten durchbrechen. Es gibt hier nicht wenige Marktteilnehmer die in dieser anfänglich moderaten und eher unauffälligen Bewegung den Startschuß für ein deutliches come back des US Dollars sehen. Kursbereiche um 1.2550 werden derzeit schon genannt. Öl wird wieder zum Thema Der letzte Rückgang des Ölpreises wird nun auch wieder für die FX-Trader zum Thema. Die meisten positiven Faktoren die es rechtfertigen Öl billiger sehen zu wollen, sind jetzt bereits im Markt eingepreist. Die Themen wie die Konflikte im Mittleren Osten haben sich weitgehend gelegt bzw. sind aus den Köpfen der Händler verschwunden, so dass es durchaus richtig war, Öl nun billiger zu machen. Alles wäre super, wenn da nicht schon wieder die berühmte Traderpsyche in´s Spiel kommen würde. Waren vor Wochen noch alle negativen Punkte ein Thema, so geht man im Moment vielleicht zu sorglos mit der bisherigen Entlastung an den Energiemärkten um. Merke, die nächste Krise kommt bestimmt und damit sehen sich schon einige Trader jetzt in der Lage, Öl „billig“ aufzunehmen. Ein weiterer Einflussfaktor der die FX-Märkte wieder mit erhöhter Volatilität eindekcen könnte, ist also nicht von der Hand zu weisen.
CHF mit weiterer Schwäche
Obwohl die Zeichen der schweizerischen Konjunktur alle auf Grün stehen, kommt der schweizer Franken nicht in eine starke Position. Sogar die schweizerische Nationalbank hat bislang vergeblich versucht zumindest mündlich zu intervenieren. Im Monatszyklus gesehen nun schon dreimal hintereinander. Es ist klar, dass sich nun manche Trader frgen, wann denn nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht
werden. Sprich, wann kommt es zu einer richtigen Intervention? Aktuell, traded USD/CHF um 1.2530.
EUR/CHF Wochenchart: Haupttrend nach oben ist ungebrochen.
Der nächste Devisen-Monitor erscheint wieder am kommenden Montag.
