Bank-Aktien
Tom Firley in Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 30. März 2009, 18:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
letzte Woche noch des öfteren in der Hitparade der Tages-Gewinner, heute Verlierer des Tages. Das scheint aktuell an der Börse ganz normal zu sein. Nehmen wir zum Beispiel eine Deutsche-Bank-Aktie mit den Schlusskursen vom letzten Freitag:
Linien-Chart Deutsche Bank
Nachdem das Tief aus dem Vorjahr bei 18,80 Euro überboten wurde (grüne Kreise), setzte die Deutsche-Bank-Aktie zu einer bemerkenswerten Rally an. Die Aktie stieg um 75 Prozent auf bis zu 33 Euro.
Heute allerdings gehört die Deutsche-Bank-Aktie neben der Commerzbank-Aktie zu den absoluten Tagesverlierern im Deutschen Aktienindex. Deutsche Bank verlieren 11,92% und bei der Commerzbank sind es sogar 16,93%.
Hypo Real Estate dagegen gewinnen (da der Staat jetzt endgültig einsteigt) über 35%....
Nun gut, ich fasse mich kurz und halte keine lange Reden zu solchen Kurssprüngen. Aber: Wenn Bank- und Finanz-Aktien zu Zocker-Werten mutieren, dann kann ich gut verstehen, dass Deutschland, Europa und schlussendlich die Welt-Börsianer die Lust an der Investition verlieren.
Wie Sie wissen, habe ich immer wieder betont, dass 2009 ein Trader-Jahr mit schnellen Auf und Abs ist und wird. Dagegen ist per se auch nichts einzuwenden. Allerdings sollte genau dies auch einmal in den Medien breit getreten werden. Die breiten Medien allerdings kennen nur eines:
Blutrot oder rosarot (ich meine die Brille).
Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt.
Mal wird das Ende der Rezession in Aussicht gestellt, mal wird alles noch viel schlimmer.
Manisch-depressiv nennt man so ein Verhalten.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
Chefredakteur Investors Daily
