Bären versuchen alles

Andreas Wolf in DAX Daily
vom



Bisher hatte der Freitag ja in den letzten Wochen immer den Ruf, negativ aufzufallen. Damit aber nicht zu oft vom schwarzen Freitag in Anlehnung an andere Börsenereignisse die Rede sein kann, haben sich die Amerikaner darauf verlegt, ihre Markt beeinflussenden Sondernachrichten auf das Wochenende zu legen. Damit fällt dann dem Montag die Rolle des Jokers (wie zum vergangenen Wochenstart) oder des schwarzen Peters zu. Wie so häufig, übernahm der DAX die Rolle des Angsthasen bereitwillig und legte an Verlusten aufs Parkett, was zu holen war. Doch neben der Tatsache, dass es schon langsam bedenklich wird, was die fundamentale Unterbewertung angeht, verlockte Investoren die Aussicht auf eine Erholung nach dem Start der Wall Street auf einen Einstieg unterhalb von 6.000 Punkten. Ein wichtiges Argument für die Bullen bleibt in ihrer brenzligen Situation demnach, die 6.000er Marke auch gestern auf Schlusskursbasis verteidigt zu haben.


Nach den äußerst schwachen Vorgaben der Wall Street von gestern Abend, ist es aber zweifelhaft ob dies heute auch noch gelingt. Allein das Bewusstsein, dass die Marktbereinigung mit dem Verschwinden von Lehman Brothers und Merrill Lynch ein erhebliches Stück voran gekommen ist, baut für die fernere Zukunft völlig neue Szenarien auf.  Um den DAX allerdings noch stärker  als die technische bedingten 100 bis 150 Punkte fallen zu lassen, braucht es allerdings mehr, als den Austausch von Namensschildchen. Die ZEW-Konjunkturerwartungen am Vormittag werden dies wahrscheinlich nicht leisten. Klar ist: Die Schwankungsbreite bleibt auch heute hoch.

Konjunkturdaten: DE: ZEW-Konjunkturerwartungs-Index, USA: Verbraucherpreise August.
Unternehmensbereich:  -------------------------------------


Wichtige Marken:
Unterstützungen:  5.848 ;5.885; 5.942

Widerstände:  6.081; 6.160; 6.226

Viel Glück und Erfolg!
 
Andreas Wolf

 


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