Autoverkäufe sinken im März weiter.
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 02. April 2003 18:00 Uhr
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Auch wenn die Autoverkäufe in Amerika besser ausgefallen sind, als von den meisten Analysten erwartet, lassen Sie sich nicht täuschen.
Die Verkaufszahlen in Amerika sinken nun im dritten Monat in Folge. Allerdings lediglich um 0,4 %. Aufgrund des Irak-Krieges und der wirtschaftlichen Unsicherheiten waren Analysten jedoch von wesentlich schlechteren Zahlen ausgegangen. Ein Hintergrund dieser Schätzungen war, dass beim Irak-Krieg 1991 die Verkaufszahlen drastisch zurückgegangen waren. Diesen Umstand hatten die Analysten eingerechnet.
Der aktuelle Krieg verläuft aber anders. 1991 hatten Ängste um steigende Benzinpreise und den Ausgang der gesamten Krise in der Golfregion viele Käufer abgeschreckt. Im Moment herrscht(e) in Amerika eine gänzlich andere patriotischere und siegesgewissere Stimmung, deswegen ist es nicht zu einem vergleichbaren Einbruch gekommen.
Eine positive Nachricht ist das Übertreffen der Analysteneinschätzung also so gesehen nicht. Vielmehr handelt es sich um eine Fehleinschätzung des politischen Umfelds und dessen Auswirkungen. Trotzdem gehören natürlich BMX und Daimler Chrysler zu den Tagesgewinnern. Die Anleger und die Medien haben diese Nachricht anders interpretiert und gekauft. VW hatte bei den Verkaufszahlen schlechter abgeschnitten.