Aussichten für Hafer weiterhin glänzend
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 24. Januar 2008 20:45 Uhr
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Bereits im Dezember schrieb ich von den glänzenden Aussichten für Hafer. Damals notierte der März-Future an der CBOT noch unter der 3 USD-Marke. Gegenwärtig notiert Hafer zur Lieferung im März bei 3,18 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Die Aussichten für das Jahr 2008 dürften sich inzwischen sogar noch verbessert haben. Ausschlaggebend hierfür sind zwei Schlüsselfaktoren: Kanada und die US-Maispreise.
Die US-Maispreise, getrieben durch die Ethanolnachfrage und schwache US-Dollarkurse, die die Käufe der ausländischen Futtermittelproduzenten unterstützten zeigten sich im vergangenen Jahr mit einer starken Entwicklung, bei rund 50 % Preisgewinn. Damit entwickelten sich die Maispreise zwar nicht so stark wie Weizen, doch Mais hält sich auf einem gesunden hohen Preislevel. Im Angesicht der bestehenden US-Dollar-Schwäche und der forcierten Nutzung von aus Mais gewonnenem Ethanol dürften sich die Maispreise auch in diesem Jahr mit einer stärkeren Preisentwicklung zeigen, zumindest aber ihr gegenwärtiges Preisniveau halten können.
Bei Preisen über der 4,25 US-Dollar-Marke pro Scheffel aber wird die Korrelation zum Hafermarkt beständig stärker. Bei Maispreisen über diesem Level, wird verstärkt der günstigere Hafer als Futtermittelsubstitution nachgefragt, vor allem in den USA.
Schlüsselfaktor Kanada
An dieser Stelle kommt nun aber vor allem Kanada eine besondere Rolle zu. Im Angesicht rückläufiger Hafer-Anbauflächen in den USA, ist Kanada zum Hafer-Hauptlieferanten für die USA geworden.
Kanada aber geht ebenfalls von einer Abnahme der Anbaufläche für Hafer von gegenwärtig 5,68 Millionen acres auf etwa 4,5 Millionen acres aus.
Dies weil kanadische Farmer aufgrund der hohen Preise lieber Ölsaaten wie Raps und Lein, aber auch Weizen und Erbsen anbauen.
Gute Aussichten für weiterhin steigende Haferpreise in diesem Jahr.
So long liebe Leser…grundsätzlich ist der Ausblick für die Agrarrohstoffe im Jahr 2008 weiterhin als bullisch zu deuten….kurzfristige Preiskorrekturen sind kein Beinbruch sondern das Warten auf die nächsten Preisanstiege…gegenwärtig vor allem immer mit einem Auge auf die kommende Ernte zur Jahresmitte gerichtet…bis morgen zum Wochenrückblick
Ihre Miriam Kraus
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