Ausmaß der Katastrophe erst nach und nach realisiert
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 16. März 2011, 13:00 Uhr
ENL5454
inzwischen dürften die meisten wohl realisiert haben, welche extreme Katastrophe da am Freitag ihren Lauf genommen hat.
Katastrophe erst nach und nach realisiert
Als ich am Montag meinen Beitrag verfasste, war mir dies noch gar nicht so richtig klar. Doch inzwischen habe ich genug Fernsehbilder und recht informative Berichte gesehen. Den wohl besten erst am gestrigen Abend bei Quarks & Co. auf WDR. Hier erfuhr man recht viel über das Thema "atomarer GAU". Ich kann Ihnen diesen Bericht nur empfehlen. Sie können ihn sich hier ansehen.
Und auch an der Börse schien die Erkenntnis über das wahre Ausmaß der Katastrophe erst nach und nach durchzusacken. Verlor der Nikkei am Montag noch "nur" 6,2%, so waren es am Dienstag schon 10,55%. Und auch im DAX waren es am Montag erst -1,65% und am Dienstag dann schon -3,2%. Im Tief verlor der DAX sogar ganze 6% bis auf 6.482 Zähler, konnte dann jedoch wieder auf über 6.600 Punkte zulegen.
Outperformance geht munter weiter
Und auch die Outperformance ging munter weiter. Während der DAX vom Hoch bei 7.441 bis auf das Tief bei 6.482 ganze 12,9% abgeben musste, verlor der Dow Jones bisher im Maximum nur 5,85%.
Dies dürfte auch noch einige Zeit so weiter gehen, denn gestern bestätigte die Fed ihren Rekordzinssatz von 0 bis 0,25%. Begründet wurde dies damit, dass der starke Anstieg der Rohstoffpreise keinen nachhaltigen Anstieg der Inflation zur Folge habe. Warten wir es ab!
Fast die Finger verbrannt, doch Ende gut, alles gut
Ich darf Ihnen gestehen, dass ich mir zwischenzeitlich (fast) kräftig die Finger verbrannt hatte. So habe ich beim Nikkei massiv ins fallende Messer gegriffen. Ich wollte nach den herben Verlusten eine Gegenbewegung traden, doch stieg ich viel zu früh ein. Mein Glück, dass die Gegenbewegung, nach schmerzlichen Zwischenverlusten, dann doch noch eintrat und mir satte Gewinne bescherte, weil ich an den Positionen festhielt. Puh, Glück gehabt!
Kaufen wenn die Kanonen donnern
Nun hoffe ich auf nochmals tiefere Kurse, da ich dann erneut den Einstieg suchen werde. Wie sagt man so schön: kaufen wenn die Kanonen donnern. In diesem Fall liegt die Gefahr zwar nicht in einem Krieg, aber dennoch sehe ich derzeit schon wieder gute Einstiegskurse und dies kann ich Ihnen sogar aufzeigen.