Ausblick: Industriemetalle - steigende Lagerbestände
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 16. April 2010, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Sojabohnen erhielten in dieser Woche deutliche Unterstützung. Der Preis für Sojabohnen zur Lieferung im Juli schloss am Donnerstag bei 9,84 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT - dem höchsten Niveau Level in 3 Monaten. Heute stieg der Preis zwischenzeitlich auf 9,98 US-Dollar pro Scheffel.
Unterstützung bietet vor allem die rekordhohe Nachfrage Chinas. Wie das Nationale Getreide- und Ölinformationszentrum bekannt gab, will China im Erntejahr 2009/10 insgesamt 44 Millionen Tonnen Sojabohnen importieren. Das entspricht einem Anstieg von 7,3% gegenüber dem Vorjahr. Für Mai und Juni erwartet man Importe in Höhe von 5 bis 5,5 Millionen Tonnen pro Monat.
Sojabohnen zur Lieferung im Juli notieren aktuell bei 9,91 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Angesichts der unterschiedlichen Meldungen von der News-Front gehe ich davon aus, dass die Ölpreise auch in der kommenden Woche deutlich volatil bleiben werden. EUR/USD dürfte weiterhin belastend wirken, aber so lange nach wie vor eine gewisse risikofreudige Stimmung herrscht, erhalten die Preise deutliche Unterstützung. Die 80 US-Dollar-Marke dürfte sich vorerst als stabil erweisen, wobei eine breite Range zwischen 80 und 90 US-Dollar nicht ausgeschlossen ist.
Sobald sich die Ungewissheit in Sachen Goldman Sachs verzogen hat, dürfte der Goldpreis wieder deutlich zulegen. Zumal auch im Hinblick auf das Griechenland-Problem (und nach wie vor schwacher US-Daten) die Unterstützung von Seiten der Investoren-Nachfrage nach dem Sicheren Hafen Gold zunehmen sollte.
Nach wie vor lässt die Industriemetallnachfrage außerhalb Asiens zu wünschen übrig. Trotz des deutlichen Produktionsanstiegs in China, verzeichnet das Land auch im März hohe Metallimporte. Das Resultat: weiterhin steigende Lagerbestände. In Shanghai sind die Kupferbestände um 10% auf 186.000 Tonnen gestiegen. Auch weltweit dürften sich die Angebotsüberschüsse ausweiten. Doch, so lange Unterstützung von Seiten der Investoren besteht, dürfte ein etwaiger Abwärtsdruck auf die Preise begrenzt sein.
Die stabile, starke Nachfrage Chinas dürfte den Sojabohnenpreisen weiterhin Unterstützung bieten.
So long liebe Leser...das war es wieder von meiner Seite für diese Woche....ich hoffe Sie hatten nicht vor, über das Wochenende weg zu fliegen und genießen trotz Vulkanasche ein sonniges und schönes Wochenende....bis Montag, wenn wir uns in alter Frische wiederlesen...liebe Grüße
Ihre Miriam Kraus
Belehrung:
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