Ausblick: Gold jagt ein Allzeithoch nach dem nächsten
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 13. November 2009, 20:00 Uhr
ENL5462
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Die Grains konnten im Wochenvergleich zulegen - auch Sojabohnen und dies trotz einer erneuten Aufwärtsrevision für die Produktion durch die USDA.
Weiterhin ist vor allem die Maisernte belastet. Starke Regenfälle in den Anbaugebieten haben den Ernteprozess deutlich verzögert - bislang sind nur rund 37 % der Ente in den 18 größten Produzenten - Bundestaaten eingeholt worden. Im Vergleich zu 82% im Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre zu diesem Zeitpunkt. Die USDA hat in ihrem aktuellen Bericht aus dieser Woche ihre Produktions-Prognose für Mais um 0,7% gegenüber der Vorprognose auf 12,92 Milliarden Scheffel gesenkt.
Hinzu kommt nun noch, dass aufgrund der immensen Feuchtigkeit erneut ein Pilzbefall der Maisernte aufgetreten ist. Solch befallenes Getreide kann nicht für die Tierfütterung verwendet werden, was im Umkehrschluss die übrigen Futtermittel wie Sojamehl und Weizen unterstützt.
Trotz der Aufwärtsrevision der USDA sind bislang nur 75% der Sojabohnenernte eingefahren worden - im Vergleich zu 92% im Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre zu diesem Zeitpunkt. Nach wie vor zeigt sich auch die Nachfrage nach US-Sojabohnen aus China stark. So sind die Exporte nach China im Oktober um 55% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Aktuell notiert Mais zur Lieferung im Dezember bei 3,88 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Sojabohnen zur Lieferung im Januar notieren aktuell bei 9,86 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Weizen zur Lieferung im Dezember notiert aktuell bei 5,37 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Nicht nur der Umstand hoher Lagerbestände, auch der Faktor, dass China mittlerweile wieder zu einem Nettoexporteur von Ölprodukten wie Benzin und Diesel geworden ist, sollten fundamental betrachtet zumindest Druck auf die Ölproduktpreise ausüben. Ich gehe davon aus, dass sich die Rohölpreise zunächst weiter in ihrer Range zwischen 75 und 80 US-Dollar stabilisieren.
Der Goldpreis profitiert weiterhin von der Kombination aus gemischten bis schwachen Wirtschaftsdaten, zunehmender Unsicherheit und Skepsis in Bezug auf einen rechtzeitigen Ausstieg aus den massiven fiskalpolitischen Stimulierungsprogrammen in den USA (und auch andere Zentralbanken lassen so bald keine Abkehr von der extrem lockeren Geldpolitik erkennen). Zudem wirkt natürlich weiterhin die Negativ-Korrelation zur USD-Entwicklung unterstützend.
Fundamental betrachtet bleibe ich auch für die Industriemetalle bei meiner Einschätzung. Der Faktor China dürfte im kommenden Jahr für Kupfer nicht die gleiche starke Unterstützung bieten wie in diesem Jahr. Zudem muss man sich die Frage nach der Verbrauchsentwicklung in den übrigen Ländern, insbesondere in den westlichen Industrienationen, stellen. Auch für Nickel bleibt die Erwartung für die Verbrauchsentwicklung schwach.
Die Getreideernte in den USA strebt dem Ende zu und saisonal bedingt dürften das Preisniveau nun allgemein wieder ansteigen. Fundamental betrachtet sind die Aussichten insbesondere für die Mais- und Sojabohnenpreisentwicklung positiv; Weizen sollte sich in Korrelation zu den übrigen Getreidesorten bewegen. Kurzfristig führen Wetterdaten nach wie vor zur Schwankungsanfälligkeit.
So long liebe Leser...das wars für diese Woche aus meiner Feder....doch bevor ich mich verabschiede, habe ich noch eine Bitte an Sie: lesen Sie bitte auch den 3.Teil der heutigen Daily-Ausgabe...es geht um ein ganz besonderes Anliegen, mit dem sich unsere Verlagsleiterin Frau Witscher heute an Sie wendet....und darum, kleinen Herzpatienten mit unser aller Unterstützung eine bessere Chance auf Leben zu geben....Danke!...
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende! Bis nächsten Montag...
Ihre Miriam Kraus
Belehrung:
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