Aufwärtsschwungkraft verhalten
Andreas Wolf in DAX Daily
vom 30. Januar 2008 08:30 Uhr
ENL5454
Ein weiterer Schritt in Richtung Normalisierung ist getan. Mit einer Tagesschwankung von 70 Punkten und einem moderaten Schlusskursgewinn schlich sich der DAX weiter an die Marke von 7.000 Punkten heran. Die technischen Indikatoren geben allerdings aktuell nur relativ schwache Lebenszeichen von sich, so dass die aktuelle Erholung noch keine durchgreifende Änderung verspricht.
Zu vermuten bleibt, dass die eingekehrte Ruhe durch einen weiteren Rückschlag beendet wird. An den abnehmenden Umsätzen ist auch sehr gut zu erkennen, dass der leichte Kursaufschwung sehr wahrscheinlich durch den Abbau von Short-Positionen (die Wette auf fallende Kurse) zustande gekommen ist. Im Grundsatz fehlt noch eine wirkliche Umkehrsituation.
Die bereits an dieser Stelle vorgebrachte Möglichkeit einer V-Formation scheidet mittlerweile deshalb aus, weil die Kurserholung mit dergleichen Dynamik hätte von statten gehen müssen, wie der Kurssturz. Somit steigen die Chancen, für einen doppelten Boden, also das Erreichen eines zweiten Tiefpunktes. Idealerweise würde dieser bei um 6.500 Punkten liegen. Heute sollte der DAX im Vorfeld der US-Zinsentscheidung noch ein Stück in Richtung 7.000 Punkte steigen können.
Konjunkturdaten: Zinsentscheid der US-Notenbank
Unternehmensbereich: SAP, Jahresabschluss
Wichtige Marken:
Unterstützungen: 6.503; 6.680; 6.770
Widerstände: 6.902; 7.040; 7.190
