Auf welche etablierte Standardwerte Sie setzen sollten
Profit Radar
vom 3. Dezember 2010, 19:00 Uhr
ENL5454
Investments in Aktien von etablierten Blue Chips sind also keine Allheilmittel-Lösung. Sie bieten vielmehr eine weitere Alternative, damit Sie Ihr Vermögen über verschiedene Standbeine Krisenfest machen können. Das habe ich wiederum von meiner Großmutter gelernt: In Krisenzeiten sollte man niemals alle Eier in einem Korb haben.
Bei Aktieninvestments stellt sich natürlich die Frage der Kursverluste im Zeichen einer Krise. Die werden kommen. Daran gibt es keinen Zweifel. Aber es wird immer Aktien geben, die sich besser halten werden als andere. Darauf werde ich im nächsten Profit Radar noch mal eingehen.
Natürlich werden einige von Ihnen richtigerweise anmerken, dass es zwar schön und gut ist, Teile seines Vermögens in Aktien von Siemens, Bayer oder Henkel zu investieren, aber dass man hier Kursverluste hinnehmen muss, wenn die Börsen einbrechen. Das stimmt. Aber wenn uns alle Krisen der Vergangenheit eines gezeigt haben, dann Folgendes:
Wenn die Welt nicht untergeht oder Außerirdische eine Invasion starten (was in den Augen einiger Gold-Freaks durchaus möglich ist), dann werden sich die Börsen wieder erholen und dann bieten derartige Crashs historische Kaufchancen. Es mag Jahre dauern, wie wir es nach einigen Krisen in der Vergangenheit erlebt haben - aber der Aufschwung kommt immer wieder.
Das bedeutet: Eine kluge Strategie ist es, einen Teil seines Vermögens in Krisenzeiten in Standardaktien umzuschichten und zusätzlich noch eine Put-Position zu eröffnen, mit der Sie auf fallende Märkte spekulieren. Die Gewinne aus diesen Puts, die bei fallenden Märkten ansteigen, werden Teile der Aktienverluste ausgleichen.
Dann - und das ist der Trick - verkauft man in der Crash-Übertreibungsphase die Puts und schichtet die Gewinne sofort in Zukäufe bei den dann günstigeren Standardwerten um. So werden die Gewinne aus den Puts erhalten. Wenn die Börsen dann wieder ansteigen, partizipieren Sie durch die neuen Positionen überdurchschnittlich.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Fred Grünewald (03.12. 2010 22:10 Uhr):
Lieber Herr Wilhelmi, die Sache mit der Put-Absicherung ist interessant, ich könnte mir einen etwas weiter aus dem Geld liegenden langlaufenden OS dafür gut vorstellen. Allerdings müsste dann der Emittent auch in dieser Situation noch "am Leben" und auch solvent sein und die Börsen müssten überhaupt noch einigermaßen funktionieren. Da hab ich kein gutes Gefühl!?! Die Frage interessiert mich überhaupt. Früher hatten die Anleger effektive Stücke in ihrem Panzerschrank. Sicher und anonym. Aber heute ist man als Anleger quasi nackig und sehr abhängig von allerlei "Umständen".
Antworten - Kommentar von mefi (03.12. 2010 22:17 Uhr):
ja, diese Strategie ist mir nicht unbekannt. Nur, sagen Sie mir bitte wann los geht?
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