Auf Kurs bleiben?
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 26. Mai 2004 18:00 Uhr
ENL5462
"Auf Kurs bleiben."
Das ist der Plan des US-Präsidenten für den Irak. Gleichzeitig ist es Amerikas Plan für alles.
Auch der amerikanische Konsument will auf Kurs bleiben – und weiterhin mehr ausgeben, als er sich leisten kann, so lange er damit durchkommt.
Der Investor plant, weiter Aktien zu halten – und er glaubt weiterhin daran, dass "Aktien langfristig alles schlagen" –, bis er schließlich in einen Bärenmarkt gerät.
Alan Greenspan und seine fröhliche Gruppe von Zentralbankern haben keine Absicht, den Kurs zu ändern. Greenspan ist gerade für eine weitere Amtszeit von 4 Jahren vorgeschlagen worden.
Und so bleibt die ganze Nation auf Kurs. Zu schade. Denn "der Kurs geht Richtung Niagara-Fälle", so der pensionierte US-General Anthony Zinni.
General Zinni gab ein Interview über den amerikanischen Krieg im Irak. Nach Ansicht des Generals sollte Bush einfach die Wahrheit einräumen: Dass er eine der größten Dummheiten der amerikanischen Militärgeschichte begangen hätte ... und nach vorne schauen sollte.
Ich rechne nicht damit.
Und ich rechne auch nicht damit, dass die US-Konsumenten plötzlich aufwachen und realisieren, dass sie sich selbst ruinieren; oder dass die Investoren plötzlich realisieren, dass sie betrogen worden sind; oder dass Alan Greenspan vor dem US-Kongress bedauern wird, dass er die größten Spekulationsblasen der Geschichte erschaffen hat.
Offensichtlich ist der aktuelle Kurs kein guter Kurs gewesen. Die Amerikaner sind stärker verschuldet als je zuvor – und diese Schulden haben sie zu den niedrigsten Zinsen seit 2 Generationen aufgenommen.
Die Amerikaner sind auch nicht besonders gut auf diese Schuldenlast vorbereitet. Ich betone immer wieder, dass die moderne "Konsumenten-Volkswirtschaft" der USA ein Schwindel ist. Hier ist der Beweis: Die Reallöhne des durchschnittlichen amerikanischen Arbeiters sind im letzten Vierteljahrhundert gefallen. Im Jahr 2002 verdiente der typische amerikanische Arbeiter real gesehen 6 % weniger als 1977. Er konnte nur über die Runden kommen, in dem er 2 verzweifelte Maßnahmen ergriff: Er sendete seine Frau, Freundin und Tochter zur Arbeit ... und er verschuldete sich.
Die Amerikaner glauben, dass sie reicher werden, weil der Wert ihrer Vermögensanlagen steigt. Aber die Aktienkurse stehen heute nicht höher als vor 6 Jahren. Und die Immobilien? Die Immobilienpreise steigen ... aber das ist natürlich kein Segen. Das ermutigt die amerikanischen Hausbesitzer nur dazu, ihre Hypotheken zu erhöhen, um mehr Geld für den Konsum zu haben.
Und die Chance, dass sie klüger werden, ist nur sehr gering.
Fehler lösen sich selten sanft. Öfter müssen sie drastischer beseitigt werden. Das ist das Majestätische und Symmetrische an der Natur, liebe(r) Leser(in). Das ist es, was unseren Investor's Daily so verführerisch macht: Denn für jedes bisschen Wahrheit und Gerechtigkeit ... werden Tausend Herzen gebrochen.
Und jetzt nach New York zu Eric Fry, mit einem Augenzeugenbericht über schwere Fehler:
ähnliche Beiträge:
weitere Ausgaben von
Investors Daily
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Dienstag, 07. Februar 2012
Montag, 06. Februar 2012
Freitag, 03. Februar 2012
alle AusgabenTravel Trader
Ihr Börsendienst mit dem globalen Insidernetzwerk
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Travel Trader
Artikel weiterempfehlen